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A-Ligist Alemannia Pfalzdorf empfängt den Regionalligisten SV Straelen

Fußball-Niederrheinpokal : Zwischen Bonusspiel und Pflichtaufgabe

Am Mittwochabend steigt die erste Runde im Niederrheinpokal. Der Regionalligist SV Straelen ist bei Alemannia Pfalzdorf zu Gast, der Oberligist 1. FC Kleve plant bei den Sportfreunden Broekhuysen das Weiterkommen.

Die Meisterschaft ist bereits wieder fünf Spieltage alt, nun stehen am Mittwochabend (jeweils 19.30 Uhr) die Partien der ersten Runde des Fußball-Nieder­rheinpokals auf dem Programm. Sechs Teams aus dem Kreis Kleve sind gefordert.

Der Fußball-Landesligist SV Hönnepel-Niedermörmter hat im Duell mit dem Oberligisten ETB Schwarz-Weiß Essen nichts zu verlieren. Für das Team von Trainer Sven Schützek ist es eine passende Gelegenheit, sich von den Sorgen des misslungenen Saisonstarts zu befreien. „Wir werden mit Sicherheit unsere Chancen suchen und uns auf keinen Fall verstecken“, sagt der Kalkarer Coach.

Für einige seiner Akteure sei die Heimpartie eine passende Gelegenheit, nach längerer Verletzungspause Spielpraxis zu sammeln. „Wir wollen nicht überdrehen. Und dann schauen wir mal, was für uns möglich ist. Essen ist ein sehr guter Oberligist, der alles daran setzen wird, eine Runde weiterzukommen“, sagt Sven Schützek, der von einem „Bonusspiel für meine Jungs“ spricht.

An der Kalkarer Düffelsmühle wird es für einige Kicker ein Wiedersehen geben. Marvin Ellmann und Maik Noldes spielten früher für ETB, in der Ruhrgebietsstadt sind mittlerweile die Offensivkräfte Ribene Nguanguata und Prince Kimbakidila aktiv. Sie kickten bis 2020 bei der SV Hö.-Nie. „Für die Jungs wird das ein ganz besonderes Spiel“, sagt Sven Schützek.

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Der Fußball-Oberligist 1. FC Kleve trifft auswärts auf den Bezirksligisten Sportfreunde Broekhuysen. „Wir haben nichts zu verlieren. Es gibt eigentlich drei Komponenten, die es braucht, damit wir eine Runde weiterkommen. Wir müssen richtig gut drauf sein, Kleve muss einen richtig schlechten Tag erwischen und wir brauchen Spielglück“, sagt Sebastian Clarke, Trainer der Sportfreunde. Dennoch sei die Vorfreude bei seinem Team groß. „Für uns ist die Rolle nun eine ganz andere, weil wir sonst in der Liga und im Kreispokal häufig der Favorit sind. Diese Konstellation gegen Kleve ist auch mal schön“, sagt Clarke.

Kleves Trainer Umut Akpinar erklärt, dass sein Team unbedingt gewinnen wolle. „Wir schauen nur auf uns. Mit der notwendigen Einstellung und Ernsthaftigkeit werden wir in das Spiel ziehen. Wir gehen die Partie genauso an wie ein Meisterschaftsspiel“, sagt der Coach, der auf seine Mittelfeldakteure Kisolo Deo Biskup und Luca Plum verzichten muss. Außenverteidiger Sezai Kezer sammelt weiter Spielpraxis bei der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga.

Für Alemannia Pfalzdorf, sonst in der Kreisliga A unterwegs, ist der Pokalabend unter Flutlicht ein ganz besonderer. Die Mannschaft von Trainer Thomas Erkens empfängt im Heribert-Ramrath-Stadion den Regionalligisten SV Straelen. Bei Jürgen Kamps, Vorsitzender des VfB, ist die Vorfreude groß. Man rechnet mit 400 bis 500 Zuschauern. „Den Gästen haben wir Parkmöglichkeiten am Mooshof eingerichtet“, sagt er. Auch Erkens‘ Spieler können es kaum abwarten. „Die Jungs fiebern der Partie seit Wochen entgegen“, sagt der Trainer. Gegen den haushohen Favoriten wolle man sich nicht nur am eigenen Strafraum verschanzen. „Wir werden das Maximale aus uns herausholen und so vielleicht den einen oder anderen Nadelstich setzen“, sagt Erkens.

„Alles andere als ein deutlicher Straelener Sieg wäre eine Überraschung“, sagt Erkens. Das dürfte auch den Vorstellungen von SVS-Trainer Benedict Weeks entsprechen. Man sei zwar klarer Favorit, wolle dem Gegner aber den notwendigen Respekt entgegenbringen, so der 31-Jährige. „Alemannia Pfalzdorf hat bisher eine sehr gute Saison gespielt, viele Spieler sind über Jahre im Verein. Wir werden die Sache konzentriert angehen – natürlich mit dem Ziel, eine Runde weiterzukommen.“

Auch der Landesligist SGE Bedburg-Hau trifft auf eine klassenhöhere Mannschaft. Gegen den Oberligisten SC Düsseldorf-West ist die Landesliga-Auswahl von Trainer Sebastian Kaul Außenseiter. Dem Pokalwettbewerb will der SGE-Coach ohnehin nicht allzu viel Bedeutung beimessen. „Unser Fokus liegt auf der Saison. Das Pokalspiel nehmen wir als Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen mit“, sagt der Übungsleiter. Nichtsdestotrotz wolle man das Spiel nicht herschenken. Kaul: „Unser Ziel ist es, dem Gegner möglichst lange Paroli zu bieten, das Spiel offen zu halten. Wir wollen uns vernünftig aus der Affäre ziehen. Vielleicht unterschätzen sie uns ja ein wenig.“