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700 Teilnehmer beim Nesstriathlon in Goch

700 Teilnehmer beim Nesstriathlon : Aron Thimm verpasst Heimsieg knapp

Das Talent des Ausrichters TV Goch belegt in seiner Altersklasse den dritten Platz. Auch andere Nachwuchssportler des Gastgebers erreichen Top-Resultate.

Nach zwei Jahren Corona-Pause traf sich die niederrheinische Triathlonszene am Sonntag wieder am Freizeitbad in Kessel. 700 Starter waren beim elften Nesstriathlon dabei. „Damit haben wir die Erwartungen beinahe übertroffen. Viel mehr Teilnehmer hätten es auch nicht sein dürfen, wir waren gut ausgelastet“, sagte Organisator Jochen Janssen vom Turnverein Goch. Dabei zeigte die Tendenz bei vergleichbaren Großveranstaltungen in den vergangenen Monaten recht deutlich nach unten. „Nur beim Staffelstart hätten es noch einige Teilnehmer mehr sein dürfen. Da werden wir künftig noch mehr Werbung machen“, so Janssen.

Im Vorfeld hatten die vorausgesagten Temperaturen durchaus Sorge bereitet. Bis zu 32 Grad Celsius waren es in Goch. So wurde etwa die Laufrunde verkürzt, sodass die Triathleten häufiger am Versorgungsposten vorbeikamen. Diese Route mussten sie dafür häufiger zurücklegen. Zudem hatte der Veranstalter im Uferbereich des Sees eine Art Zirkuszelt aufgebaut, um den Sportlern mehr Schatten zu bieten. Die Wassertemperatur lag am Vormittag bei 23 Grad Celsius. Mithin war es den Startern verboten, einen Neoprenanzug zu tragen.

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„Glücklicherweise ist alles glatt gelaufen. Wir sind als Verein sehr zufrieden. Die Resonanz ist super. Dieses Event ist für unseren Verein ein Höhepunkt“, so August Wagner, Vorsitzender des TV Goch. In den vergangenen Monaten investierten die Ehrenamtler viel Zeit und Leidenschaft in die Ausrichtung, insgesamt waren knapp 100 Helfer vor Ort involviert.

Für rege Beteiligung sorgte der NRW-Nachwuchscup. Youngster aus dem ganzen Bundesland waren nach Goch gereist, um Eindruck zu hinterlassen. Die meisten Jugendlichen stellte aber der TV Goch. Für den Nachwuchs zeichnet maßgeblich Heidi Chlasta verantwortlich. „Ich liebe dieses Event. Es gehört einfach dazu, da muss man dabei sein. Und unsere Kinder können hier wichtige Erfahrungen sammeln. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, den Nachwuchs zu begleiten und auch neue Talente an den Sport heranzuführen“, so die Jugendwartin. Das Wetter sei kein Problem gewesen. „Die Kinder haben in den vergangenen Wochen bereits bei Hitze trainiert. Sie kennen das also“, sagte Heidi Chlasta.

 Lokalmatador Aron Thimm (zweiter von links), hier beim Wechsel auf die Radstrecke, belegte den dritten Platz.
Lokalmatador Aron Thimm (zweiter von links), hier beim Wechsel auf die Radstrecke, belegte den dritten Platz. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Bei den Schülern setzte sich der 13-jährige Hannes Rolf vom TV Goch mit einer Zeit von 33:46 Minuten durch. 200 Meter musste er schwimmen, zehn Kilometer radeln und 2,5 Kilometer laufen. 18 Stunden pro Woche würde er trainieren. Wenig verwunderlich also, dass er als Versprechen für die Zukunft gilt. „Ich liebe diesen Sport und bin bereit, an Grenzen zu gehen. Auf das Heimspiel hier hatte ich mich sehr gefreut“, sagte Hannes Rolf, der fürs Schwimmtraining sogar nach Ratingen fährt.

Stark war auch die 15-jährige Leonie-Sophie Seltmann vom TV Goch unterwegs, die bei den B-Juniorinnen mit einer Zeit von 33:58 Minuten auf Platz zwei landete. Sie musste sich nur Finja Herrmann (Brander SV, 33:29) geschlagen geben. „Aktuell trainiere ich jeden Tag. Ich hoffe beim Rennen einfach auf ein zufriedenstellendes Ergebnis. Für welche Platzierung es dann reicht, werde ich sehen. Ich kenne die Konkurrenz noch nicht so gut“, sagte Leonie-Sophie Seltmann im Vorfeld des Wettkampfes.

Aron Thimm, der im Juni Deutscher Junioren-Meister geworden war und ebenfalls für den gastgebenden Verein startet, landete über die Jedermannstrecke (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) auf Rang drei. Dabei hatte er den Sieg ins Auge gefasst. „Es war dennoch ein ganz solider Wettkampf. Beim Laufen war ich leider nicht ganz so in Form, ansonsten kann ich mit den Zeiten zufrieden sein. Die Konkurrenz war stark“, sagte Aron Thimm nach dem Rennen. Er kam hinter den Brüdern Max (52:06) und Lukas Meckel (52:16) aus Witten ins Ziel. Fürs Schwimmen hatte der 18-jährige Gocher, der sich seit Monaten in Bestform befindet, 8:46 Minuten benötigt. 25:49 Minuten war Thimm auf dem Rad und 18:01 Minuten auf der Laufstrecke unterwegs. Starke Zeiten. Doch er war nicht schnell genug für den Sieg.

Der schnellste Erwachsene war unterdessen Alexander Brennecke (SV Nienhagen, 56:03 Minuten), es folgten Jens Rademacher (59:01) und Steffen Willms (59:43). Schnellste Frau war Birte Rohs-Knepper (HADI Wesel, 1:02:11).