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4. Lichterlauf in Kleve: Veranstalter beraten über mögliche Absage

Coronavirus besorgt Veranstalter : Corona: Fragezeichen hinter dem Lichterlauf

Am 27. März werden mehr als tausend Athleten im Forstgarten erwartet. Zweifel äußert der Veranstalter.

Das Coronavirus ist am Niederrhein angekommen – zumindest in den Köpfen. Nachdem das Kreisgesundheitsamt Kleve die Absage von Veranstaltungen mit vielen Personen empfohlen hat, ist nun auch die Sportszene in Sorge. So etwa Marco van Beek, Veranstalter des Lichterlaufs in Kleve. Die vierte Auflage der Sportgroßveranstaltung im Forstgarten steht am Freitag, 27. März, bevor.

Doch nun sagt van Beek: „Wir nehmen die Empfehlung des Kreisgesundheitsamts sehr ernst und werden die Entwicklung des Coronavirus weiter ganz genau beobachten.“ Nach aktuellem Stand könne er sich nicht sicher sein, dass der Lichterlauf wie geplant stattfindet. Schon jetzt haben sich 849 Läufer für die Veranstaltung von Trifun Kleve und Laufsport bunert angemeldet. „Eine Entscheidung können wir jetzt noch nicht fällen. Leider gibt es keine einheitliche Vorgehensweise der Politik und der Gesundheitsämter der Kreise, sodass die Verantwortung beim Veranstalter beziehungsweise bei jedem Einzelnen liegt“, sagt van Beek.

Nun gelte es, die Ruhe zu bewahren. In den nächsten Tagen werde das Organisationsteam des Lichterlaufs beraten und zu gegebener Zeit eine Entscheidung fällen. „Wir haben noch kein Datum im Kopf, bis wann wir uns entschieden haben müssen. Aktuell können wir das einfach noch nicht“, sagt van Beek, der seit Jahren das Gesicht des Volkslaufes ist.

Allerdings beschäftige man sich intensiv mit einer Handlungsempfehlung für Großveranstaltungen, die das Robert-Koch-Institut ausgegeben hat. Dieser nach solle über die Absage einer Massenveranstaltung nachgedacht werden, wenn bestimmte Kriterien zutreffen. Eines dieser Kriterien sei etwa die hohe Anzahl von Menschen auf begrenztem Raum, zudem eine hohe Interaktion sowie die Vielzahl menschlicher Kontaktmöglichkeiten. „Wir wissen um die Bedeutung unserer Entscheidung. Daher werden wir sie mit Bedacht treffen“, sagt Marco van Beek.