Fußball : Ein Fall für Kato und Guido

Nach Rücktritt von Kreß könnte eine Doppelspitze sportliche Leitung übernehmen.

Der Sportliche Leiter ist von Bord gegangen. Georg Kreß möchte künftig mehr Zeit für seine Familie haben und beendet deshalb nach zweijähriger Tätigkeit sein Engagement beim Fußball-Oberligisten 1. FC Kleve. Selbstverständlich möchte der ambitionierte Aufsteiger vom Bresserberg die Lücke möglichst schnell füllen.

Die Spur führt offenbar ins Gelderland. Es zeichnet sich eine Doppellösung ab, die den Verein endgültig in die Erfolgsspur zurückführen könnte. Nach Informationen unserer Redaktion gilt Kato Sürün als heißer Kandidat auf den vakanten Posten. Der 34-Jährige war in der abgelaufenen Saison als Sportlicher Leiter des SV Straelen im Einsatz. Sürün, der in leitender Funktion am Flughafen Weeze arbeitet, lebt in Goch – da liegt der Bresserberg praktisch unmittelbar vor seiner Haustür. Er hatte nicht gerade unerheblichen Anteil daran, dass die Grün-Gelben von der Römerstraße mittlerweile in der Regionalliga kicken.

Die Straelener Mannschaft musste auf dem Weg zur Oberliga-Meister immerhin drei Trainerwechsel verkraften. In dieser Zeit fungierte Sürün als wichtiges Bindeglied und hielt das kickende Personal bei Laune.

Wahrscheinlich bringt Kato gleich auch noch seinen Freund Guido Lohmann mit. Beide haben in der Vergangenheit schon beim Landesligisten SV Sonsbeck erfolgreich gemeinsame Sache gemacht. Die „Buddys“ pflegen intensiven Kontakt und verfolgten beispielsweise am vergangenen Samstag auf der Tribüne des Oberhausener Niederrhein-Stadions das Auftaktspiel des SV Straelen. Der 54-jährige Lohmann, zuletzt Sportlicher Leiter und kurzzeitig auch Trainer des Bezirksligisten TSV Wachtendonk-Wankum, ist nicht nur ein Top-Manager. Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Niederrhein ist auch leidenschaftlicher Fußballfreund und -Fachmann. Sein Netzwerk, gerade auch in sportlicher Hinsicht, ist legendär.

Mit der Doppelspitze Sürün/Lohmann könnten sich die Rot-Blauen jedenfalls über kurz oder lang in Richtung Regionalliga orientieren. Kato Sürün wollte sich zu einem möglichen Wechsel nach Kleve gestern noch nicht äußern: „Mit mir hat noch niemand offiziell gesprochen.“