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1. FC Kleve vor dem Start in die Oberliga-Saison

Fußball : Alles für den Klassenerhalt

Als Neuling in der Oberliga will der 1. FC Kleve mit einem eingeschworenen Team den direkten Wiederabstieg verhindern. Trainer Umut Akpinar setzt auf eine „fleißige Mannschaft“. Der Kader ist in der Breite jedoch dünn besetzt.

Nach dem Landesliga-Aufstieg ist der 1. FC Kleve im Amateurbereich auf einem guten Weg, sich im Amateurbereich wieder einen Namen zu machen. Hinter dem SV Straelen, der in der Regionalliga spielt, sind die Rot-Blauen die Nummer zwei im Fußballkreis Kleve-Geldern. Am Wochenende startet die neue Saison.

Trainer: Übungsleiter Umut Akpinar geht mit der Klever Erstvertretung in seine zweite Spielzeit und bildet mit Co-Trainer Lars van Rens weiterhin ein eingespieltes Duo. Aus dem Betreuerteam verabschiedeten sich Stephan Tekaat und Frank Erhardt. Empfindlich trifft die Rot-Blauen allerdings der Rücktritt von Sportchef Georg Kreß kurz vor Saisonbeginn. Wer den Posten in Zukunft bekleidet, ist noch ungewiss. Eine Doppelspitze aus Kato Sürün und Guido Lohmann ist aktuell jedoch kein Thema am Bresserberg.

Kader: Das Grundgerüst des Kaders haben die Klever Verantwortlichen zusammengehalten und sinnvoll verstärkt. Mit Linksverteidiger Simon Berressen hat der Aufsteiger nur einen Stammspieler ziehen lassen müssen. Sein Nachfolger Fatih Duran kann jahrelange Oberliga- und Drittligaerfahrung vorweisen und wird zum Führungsspieler werden. Neuzugang Michel Wesendonk traf in der Vorbereitung wie am Fließband und macht Druck auf die Etablierten. Auch Konrad Kaczmarek, der vom Lokalrivalen SV Hö.-Nie. kam, hat Chancen auf einen Stammplatz in der Innenverteidigung neben Nedzad Dragovic. Ein gewichtiges Problem aber ist (noch) nicht gelöst worden. Schon in der vergangenen Rückrunde war die Klever Ersatzbank bei Auswärtsspielen dünn besetzt. Nun umfasst der Kader nominell nur 18 Spieler, weshalb Akpinar sagt: „Über ein oder zwei weitere Spieler würden wir uns sicherlich freuen. Aber sie sind schwer zu finden, denn sie müssen in gleichem Maße sportlich, menschlich und finanziell zu uns passen.“ Vor allem auf den defensiven und offensiven Außenbahnen dürfte der FC Nachholbedarf haben. Nicht von geringerem Wert als ein neuer Akteur wäre auch die Rückkehr von Niklas Klein-Wiele, der schon seit Monaten aussetzt und auch die ersten Partien der Oberliga-Saison wegen einer Schambeinverletzung verpassen wird. Der Ausfall seiner Kreativität ist nur schwer zu kompensieren.

Vorbereitung: Die Vorbereitung verlief geräuschlos und zielgerichtet. „Wir haben viel ausprobiert und mitunter sechs bis acht Mal pro Woche trainiert. Das Pensum war extrem, aber alle haben mitgezogen“, sagt Akpinar. Auch in den Tests gegen Straelen oder Wesel zeigten sich seine Kicker in Frühform. Konditionell dürften die Schwanenstädter bestechen. „Wir haben in der gesamten Vorbereitung mit einer fleißigen Mannschaft arbeiten dürfen“, befand Akpinar. Das Pokalspiel gegen Klosterhardt zeigte aber auch: Spielerisch müssen Akpinars Balltreter noch eine Schippe drauflegen.

Ziel: Im Vorjahr marschierte der FC durch die Landesliga. Nun wird der Klassenerhalt in der Oberliga angepeilt. „Mit allem was wir haben, wollen wir in der Liga bleiben. Dieses Ziel werden wir vom ersten bis zum letzten Spieltag vor Augen haben“, meint Akpinar. Auch die Spieler gehen der neuen Herausforderung mit einem selbstbewussten Optimismus entgegen: „In der nächsten Spielzeit darf nur der Klassenerhalt das Ziel sein. Aber langfristig wollen wir uns im Mittelfeld und mit etwas Glück im oberen Drittel der Oberliga etablieren, denn da gehört dieser Verein mit den Anhängern, der Infrastruktur und diesem Spielermaterial einfach hin“, sagt Forster.

Favoriten: Umut Akpinar möchte sich nicht auf Favoriten festlegen, sagt aber: „Die Mannschaften, die die vergangene Saison im oberen Drittel beendet haben, werden wieder eine gute Rolle spielen. Eine Überraschungsmannschaft wird ebenfalls dabei sein.“

RP-Prognose: Findet der 1. FC Kleve gut in die neue Saison und bleibt von weiteren Ausfällen verschont, wird es für den Klassenerhalt reichen. Auch ein Platz im unteren Mittelfeld ist im Bereich des Möglichen.