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1. FC Kleve unterliegt 2:4 bei der Spvgg. Sterkrade-Nord

Fußball : Die Erfolgsserie des 1. FC Kleve ist gerissen

Nach vier Siegen in Folge unterliegt der Oberligist trotz einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung mit 2:4 bei der Spvgg. Sterkrade-Nord. Der Gegner nutzt dabei seine wenigen Chancen konsequent aus. Mittwoch Pokalspiel in Goch.

Der Lauf des Fußball-Oberligisten 1. FC Kleve ist vorerst beendet. Nach vier Siegen in Serie unterlag die Mannschaft von Trainer Umut Akpinar mit 2:4 (1:1) bei der Sportvereinigung Sterkrade-Nord. „Ich habe schon zu Saisonbeginn gesagt, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann. Wenn man dann, wie wir heute, nur bis zur Führung voll aggressiv dabei ist, verliert man das Spiel. Doch ich will der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Wir nehmen einiges aus dieser Partie mit“, sagte Akpinar.

Der Übungsleiter vertraute mit einer Ausnahme jenem Aufgebot, das unter der Woche den TVD Velbert im Heimspiel mit 3:0 geschlagen hatte. Für den verletzten Tim Haal rutschte Rechtsverteidiger Kai Robin Schneider in die Startformation. Linksverteidiger Sezai Kezer, vor einigen Wochen noch unangefochtener Stammspieler, musste erneut auf der Bank Platz nehmen. Niklas Klein-Wiele, der noch mit den Folgen einer Zerrung kämpft, war ebenfalls außen vor.

Die erste aussichtsreiche Gelegenheit hatten die Rot-Blauen. Der formstarke Pascal Hühner (3.) prüfte Sterkrades Torwart Dominik Langenberg aus kurzer Distanz. „Wir haben richtig gut ins Spiel hineingefunden, doch dann kam der Elfmeter“, sagte Akpinar. Der Unparteiische zeigte auf den Punkt, nachdem Kleves Schlussmann Bjarne Janßen Sterkrades Torjäger Oguzhan Cuhaci gefoult hatte. Damian Vergara Schlootz verwandelte nach sechs Minuten souverän. Der 1. FC Kleve benötigte einige Zeit, um sich von dem frühen Schock zu erholen. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit aber waren die Gäste das bessere Team.

So war der Ausgleich von Mike Terfloth (43.) nur folgerichtig. Kleves Kapitän Fabio Forster hatte sich auf dem linken Flügel freigespielt und ins Zentrum geflankt, wo Mittelfeldspieler Terfloth unbedrängt einköpfte. „Mit der Ausnahme von zehn Minuten nach dem Elfmeter haben wir es in der ersten Halbzeit gut gemacht, wenig zugelassen und viele Chancen herausgespielt. Da hatten wir die Partie komplett im Griff“, sagte Akpinar.

Auch nach dem Seitenwechsel spielten die Klever engagiert nach vorne – und wurden dafür belohnt. Erneut war es Mike Terfloth, der nach 52 Minuten per Volley zur 2:1-Führung traf. Für die Vorarbeit hatte Fabio Forster per Freistoß gesorgt. Doch auch die Sportvereinigung Sterkrade-Nord bewies weiterhin, zumindest in der Offensive über hohe Qualität zu verfügen. Oguzhan Cuhaci (51.) hätte bereits früh treffen können, besser machte es Damian Vergara Schlootz nach 59 Minuten. Er köpfte in Folge eines schnellen Angriffs unhaltbar zum Ausgleich ein.

In der Folge wurde Sterkrade-Nord immer gefährlicher. „Es reicht eben nicht, nur bis zum 2:1 alles zu investieren. Da musst du sofort realisieren, dass es weitergeht. In dieser Liga und bei einem solchen Gegner musst du das ganze Spiel über voll da sein“, sagte Akpinar. Gegen Vergara Schlootz (70.) klärte FC-Torwart Bjarne Janßen noch stark. Doch nach 79 Minuten traf Christian Biegierz aus kurzer Distanz zur 3:2-Führung. Der 1. FC Kleve spielte in der Schlussviertelstunde, in der erneut auch der wiedergenesene Andre Trienenjost zum Einsatz kam, kaum mehr hochkarätige Chancen heraus.

Stattdessen machte Florian Witte (87.) für Sterkrade-Nord alles klar. Einen Schuss von Philipp Goris hatte Bjarne Janßen noch abgewehrt, doch gegen den Nachschuss von Witte zum 4:2-Endstand war der Nachwuchstorhüter machtlos. Durch die Niederlage rutscht der 1. FC Kleve auf Platz fünf ab. Am kommenden Wochenende hat das Team von Umut Akpinar spielfrei. Am kommenden Mittwoch, 19.30 Uhr, steht die Niederrheinpokal-Partie bei Viktoria Goch an.