Fußball-Oberligist kennt nun die Spieltermine 1. FC Kleve startet erneut im Ruhrgebiet in die neue Saison

Kleve · Die Mannschaft trifft zum Auftakt wieder auf den Mülheimer FC 97. Trainer Umut Akpinar hat für die Vorbereitung ein klares Ziel. Die drohende Abschiebung eines Neuzugangs schlägt hohe Wellen.

 Ab Mitte August rollt der Ball wieder in der Oberliga: Für Trainer Umut Akpinar (links) und Abwehrchef Nedzad Dragovic geht es im Ruhrgebiet los.

Ab Mitte August rollt der Ball wieder in der Oberliga: Für Trainer Umut Akpinar (links) und Abwehrchef Nedzad Dragovic geht es im Ruhrgebiet los.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Der Fußball-Oberligist 1. FC Kleve ist am ersten Spieltag der Saison 2024/2025 auswärts beim Vorjahreszwölften Mülheimer FC 97 gefordert. Die Partie steigt am Sonntag, 18. August, um 15.30 Uhr im Ruhrstadion. Die Rot-Blauen dürften alles daransetzen, den Start der Vorsaison zu wiederholen: Damals setzte sich der 1. FC Kleve gegen den Neuling verdient mit 3:2 durch.

Das erste Heimspiel der Saison wartet eine Woche später, dann ist der FC Büderich am Bresserberg zu Gast. Es folgen das Auswärtsspiel beim Aufsteiger Sportfreunde Niederwenigern und die Heimpartie gegen den SC Union Nettetal. Für die Fans nicht unwichtig: Das erste Aufeinandertreffen mit dem SV Sonsbeck ist für den 22. September terminiert, und zwar am sechsten Spieltag in der Eroglu-Arena.

Das heißt: Der Spielplan, den der Fußball-Verband Niederrhein am Mittwoch veröffentlichte, meint es anfangs durchaus gut mit den Klevern. Das dürfte ihnen entgegenkommen, schließlich wurde der Kader nach einer enttäuschenden Saison, die auf Platz 13 endete, auf links gedreht.

Georg Mewes hat als Sportlicher Leiter elf Neuzugänge verpflichtet – ein Ausrufezeichen. Die prominentesten sind Dario Gerling (SC St. Tönis), Jamie van de Loo (SV Sonsbeck) und Memlan Darwish (TSV Meerbusch). Auch vom ersten Gegner aus Mülheim kam ein Kicker: Abwehrmann Justin Paul Francis will in Kleve den nächsten Schritt gehen. Dem gegenüber stehen die Abgänge von Danny Rankl (GSV Moers), Leon Schütz (VfB Homberg) oder Marvin Müller (Sportfreunde Lowick). Unterm Strich sind die Verantwortlichen beim 1. FC aber davon überzeugt, das Team in Breite und Spitze verstärkt zu haben.

Trainer Umut Akpinar hatte in der vergangenen Woche zum Trainingsauftakt gebeten und zeigte sich zufrieden: „Die Jungs haben gleich einen guten Eindruck hinterlassen. Man merkt, dass die neuen Spieler frischen Wind reinbringen.“ Eine Sorge aber gibt es: Kostenpflichtiger Inhalt Oussama Toumzine, der von der SGE Bedburg-Hau kam, befindet sich in Abschiebehaft. Für die Trainingseinheit am Donnerstagabend haben sich TV-Teams angekündigt. Die Geschichte des jungen Marokkaners, dessen Zukunft offen ist, schlägt hohe Wellen.

Und worauf liegt der Fokus im Training? Auch mit Blick auf die acht Abgänge sei es in der Sommervorbereitung wichtig, am Teamgefüge zu arbeiten. „Es muss eine Einheit entstehen. Da hilft jede Trainingseinheit, jedes Treffen und jedes Spiel“, so Akpinar. Schließlich gilt die Geschlossenheit als Markenzeichen des 1. FC Kleve – nicht zuletzt deshalb spielen die Rot-Blauen seit nunmehr sechs Jahren in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse. Zudem will das Trainerteam freilich hart an der Fitness arbeiten, die Mannschaft gilt im Ligavergleich konditionell als blendend aufgestellt. „Bislang passt es sehr gut, ich habe ein gutes Gefühl“, so der Trainer. Fünf Wochen Sommervorbereitung warten noch.