Fußball : Nakielski: „Ein ständiges Auf und Ab“

Fußball-Bezirksliga, Gruppe 5: Klever FC-Reserve mit starkem Endspurt zum Klassenerhalt.

Die vergangene Bezirksliga-Spielzeit der Reserve des 1. FC Kleve war nichts für schwache Nerven. Nach einem schlechten Start in die Saison nahm Coach Torben Sowinski nach teaminternen Differenzen seinen Hut, zuvor war sein Assistent Edwin Schaale bereits zurückgetreten. Als eigentlich angedachte Interimslösung übernahmen Lukas Nakielski als Coach und Dilek Özden als Co-Trainer das Zepter.

Bei ihrem Einstand holten die Rot-Blauen einen Punkt gegen den RSV Praest. Danach entschied die Vereinsführung, dass beide dauerhaft den Klever Unterbau coachen dürfen. Doch Nakielski sah die Beförderung nicht nur mit Stolz an, sondern bemängelte auch: „Es war ein tolle Ehre für uns, aber natürlich war die Aufgabe auch sehr anspruchsvoll. Wir hatten keine gemeinsame Vorbereitung, viele Details wie die körperliche Verfassung der einzelnen Spieler waren uns noch nicht bewusst.“

So gerieten die Schwanenstädter auch rasend schnell in den Abstiegsstrudel. „Wir haben gerade in der Hinrunde viele gute Halbzeiten oder erste 60 Minuten gesehen, konnten aber nicht über die volle Spieldauer überzeugen. So sind uns sicherlich viele Punkte entglitten“, erzählt Nakielski. So mussten die 63/03er bis zum 17. Spieltag warten – der Sieg gegen den GSV Geldern (5:1) wurde nach Rückzug des Gegners gestrichen -, ehe sie nach vielen Unentschieden endlich einen dreifachen Punktgewinn feiern durften. Im Lokalderby gegen den SV Rindern siegte der FC-Unterbau spektakulär mit 5:1. Diese 90 Minuten sah Nakielski auch als eines der Highlights der Saison an: „Da haben wir wirklich funktioniert, defensiv gut gestanden und offensiv tollen Fußball gespielt, das kam unseren Vorstellungen schon sehr nahe.“ Jetzt schienen die FC-Kicker endlich angekommen zu sein, gegen den damaligen Meisterschaftskandidaten TuB Bocholt ließ man ein 1:1-Remis folgen. Dann ging es mit drei Niederlagen am Stück wieder stetig bergab.
Zwei wichtige Erfolge beim RSV Praest (3:1) und gegen den SV Walbeck gab den Klevern wieder Luft zum Atmen. Jedoch mussten die Nakielski-Schützlinge in den nächsten fünf Spielen viermal als Verlierer den Platz verlassen. Spätestens jetzt schwirrte am Bresserberg das Abstiegsgespenst herum. Doch auch dank der Hilfe der Oberliga-Mannschaft legten die Rot-Blauen eine spektakulären Schlussspurt hin. Mit dem Sieg im Kreisderby bei Viktoria Goch (4:1) ließ man aufhorchen, gegen den SV Biemenhorst setzte es die letzte Niederlage (1:2). Danach feierte der FC II siege gegen DJK Twisteden (4:1) und holte einen Punkt beim SV Vrasselt. Dann stand das wichtigste Duell in dieser Spielzeit auf dem Programm. Zu Gast war auf der Klever Kunstrasenanlage der Kevelaerer SV. Die Nakielski-Schützlinge siegten trotz Rückstand mit 2:1 und legten damit den Grundstein zum Ligaverbleib. Der 29-jährige Übungsleiter betont: „Das war entscheidend für den Ligaverbleib. Die Mannschaft hatte enormen Druck, hat diesen ausgehalten und somit den Grundstein gelegt.“

Eine Woche später machte Rot-Blau beim SV Rindern alles klar. Bedanken wollte sich Nakielski auch nochmal bei Oberliga-Trainer Umut Akpinar: „Wir sind sehr froh, dass Umut uns so unterstützt hat, auch wenn die Erste auch große Verletzungsprobleme hatte. Es war nicht selbstverständlich, aber wir haben gemeinsam das Ziel erreicht, dass beide Teams ihre Klasse gehalten haben.“

Mehr von RP ONLINE