Fußball : Forster-Traumtor rettet Kleve den Punkt

Fußball-Oberliga: Am fünften Spieltag der Oberliga Niederrhein trennen sich der 1. FC Kleve und SC Velbert 2:2-Unentschieden.

Nach vier Siegen in Folge ist Schluss. Der SC Velbert muss sich zu Gast beim 1. FC Kleve mit einem Unentschieden begnügen und hat dabei durchaus noch Glück. Zwar führte der Sportclub bis tief in die Nachspielzeit mit 2:1, doch ein Traumtor von FC-Spielführer Fabio Forster sorgte für den Ausgleich in allerletzter Minute. Anschließend entluden sich die Emotionen in der Getec-Arena – im positiven, wie im negativen Sinne. Der Schiedsrichter pfiff ab, die Klever lagen sich in den Armen und ein frustrierter SC-Akteur schoss den Ball im hohen Bogen auf die Tribüne, wo er eine Zuschauerin im Gesicht traf. Danach schlug die Stimmung um und obwohl eine Rudelbildung auf dem Platz schnell geschlichtet werden konnte, waren die Diskussionen noch lange nicht zu Ende. Unschöne Szenen wie diese, trübten die gute Stimmung ein wenig, hatte man doch zuvor noch ein Spiel gesehen, das alles zu bieten hatte, was sich der Fußballfan wünscht: Leidenschaft, Kampfgeist, Emotionen und natürlich Tore.

Bereits in der Anfangsphase übernahm das Team von Umut Akpinar die Initiative und hatte mehr Spielanteile. Bei den ersten Vorstößen stimmte jedoch zumeist der letzte Pass noch nicht ganz. In der achten Minute feuerte FC-Stürmer Michel Wesendonk einen ersten Warnschuss auf das Velberter Gehäuse ab. Nur eine Minuten später machte es Mike Terfloth besser, als er nach Vorarbeit von Pascal Hühner das Spielgerät aus halbrechter Position im linken unteren Eck versenkte. Die Freude über den Treffer währte jedoch nur kurz, denn Velbert kam postwendend zum Ausgleich. Eine scharfe Hereingabe konnte Keeper Andre Barth zwar noch herausfischen, in der Folge klärten die Rot-Blauen jedoch nur unzureichend und Pier Schulz schoss zum 1:1 ein. Nun verlagerten die Platzherren das Spiel zusehends in die Velberter Hälfte. Beide Mannschaften kamen dennoch weiterhin zu Chancen. In Spielminute 25 parierte SC-Schlussmann Peter-Richard Garweg einen Freistoß von Hühner nur mit Mühe und drei Minuten später klärten die Gastgeber einen abgefälschten Schuss auf der Linie. Die Stimmung wurde hitziger und noch vor dem Pausenpfiff sahen vier Akteure die gelbe Karte. Torschütze Schulz hätte sich nach einem grenzwertigen Foul an Forster nicht über einen Platzverweis beschweren können.

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In Durchgang zwei verpassten die Gäste in der 53. Minute die Riesenmöglichkeit, in Führung zu gehen. Adrian Jeglorz wartete freistehend zu lange und so konnte sein Schuss im letzten Moment noch geblockt werden. Der 1. FC war nach wie vor die aktivere Mannschaft und Velbert wurde meist nur durch Konter gefährlich. So ein Konter wurde der Akpinar-Elf jedoch zum Verhängnis, als nach einem Ballverlust, das Leder über zwei Stationen bei Robin Hilger landete, der zunächst Barth umkurvte und dann zur Führung einschob. Im Anschluss gaben sich die Schwanenstädter nicht geschlagen und wurden für ihre Mühen belohnt, als Forster nach Ablage von Abdullo Saidov den Ball per Direktabnahme von außerhalb des Strafraums traumhaft im Netz versenkte.

„Kleve war am Anfang präsenter. Nach dem Rückstand haben wir gut geantwortet“, schlussfolgerte Velberts Coach Ralf vom Dorp. „Nichtsdestotrotz darf man nicht mit der allerletzten Aktion den Ausgleich kassieren.“ Sein Gegenüber Akpinar war mit der Punkteteilung nicht gänzlich glücklich. „Am Ende müssen wir zufrieden sein. Vom Spielverlauf her hätte aber mehr für uns herausspringen können. Nach dem 1:2 sind wir drangeblieben und haben am Ende das fehlende Quäntchen Glück erzwungen. Das Remis ist mehr als verdient.“