Fußball-Oberliga Leon Schütz träumt von der Profi-Karriere

Kleve · Der 20-Jährige, der im Winter vom SV Straelen zum 1. FC Kleve wechselte, will hoch hinaus. Der Youngster ist vielseitig einsetzbar und bereits ins Team integriert. Am Sonntag, 15.30 Uhr, geht es auswärts gegen den FC Büderich.

 Nachwuchstalent Leon Schütz (r.) hat Großes vor – nicht nur beim Oberligisten 1. FC Kleve. Langfristig will der Außenbahnspieler den Sprung in den Profifußball schaffen.

Nachwuchstalent Leon Schütz (r.) hat Großes vor – nicht nur beim Oberligisten 1. FC Kleve. Langfristig will der Außenbahnspieler den Sprung in den Profifußball schaffen.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Hätte Vereinspräsident Hermann Tecklenburg mit seinem Bauunternehmen nicht Insolvenz angemeldet, würde Leon Schütz heute wohl noch für den SV Straelen in der Oberliga kicken. Der 20-Jährige hatte sich für die Rückserie eine Menge vorgenommen, nachdem er in der Hinrunde verletzungsbedingt kaum zum Einsatz gekommen war. „Ansonsten hätte ich jetzt wohl beim SV Straelen meine Minuten gesammelt und wäre mindestens bis zum Sommer dageblieben“, sagt Schütz. Doch es kam anders, die Grün-Gelben zogen sich aus der Liga zurück, der Youngster musste sich einen neuen Klub suchen. So wechselte er zum Ligakonkurrenten 1. FC Kleve.

Und am Bresserberg ist Schütz, der vielseitig einsetzbar ist, sich aber auf der linken Außenbahn am wohlsten fühlt, längst angekommen. Am vergangenen Sonntag überzeugte der Deutsch-Russe bereits im Zusammenspiel mit Linksverteidiger Elidon Bilali beim 1:0-Heimerfolg gegen die Spielvereinigung Schonnebeck. „Die ganze Mannschaft ist extrem nett, ich konnte mich schnell wohlfühlen und einfinden. So darf es gerne weitergehen“, sagt Schütz. Und er hat keine Zweifel, dass die Rot-Blauen den Klassenerhalt schaffen werden. „Wir haben die Qualität und werden die nötigen Punkte sammeln. Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen“, sagt Schütz.

Ausgebildet wurde der Offensivakteur in der Jugendabteilung von Borussia Mönchengladbach. Bei den „Fohlen“ spielte er als Mittelstürmer, Zehner und Achter, zudem auf der Außenbahn. In der U23 wurde er dann zum linken Außenverteidiger umgeschult. Doch sowohl beim SV Straelen als auch beim 1. FC Kleve sieht man das Nachwuchstalent eher weiter offensiv. „Da fühle ich mich sehr wohl“, sagt Schütz, der von einer Laufbahn als Profi-Fußballer träumt. „Daran glaube ich weiterhin, ich fokussiere mich voll auf den Fußball. So will ich verhindern, dass ich mit dem Kopf woanders bin und den Fokus verliere. Ich will jetzt alles geben“, sagt Schütz. Viele Trainer hätten ihm bereits attestiert, reichlich Potential mitzubringen. „Ich versuche es. Und wenn ich im Alter von 22 oder 23 Jahren merke, dass es nicht klappt, kann ich mich immer noch umorientieren“, sagt Schütz.

Am Sonntag, 15.30 Uhr, geht es zunächst im Liga-Alltag auswärts gegen den FC Büderich. Der Aufsteiger steht auf Tabellenplatz zwölf. Eine Mannschaft, vor der Leon Schütz mächtig Respekt hat. „Ich habe einige Freunde, die dort kicken und weiß daher, dass sich die Mannschaft zuletzt deutlich verbessert hat“, sagt Schütz. „Sie haben ja auch eine beeindruckende Serie hingelegt, wir werden also alles abrufen müssen, um drei Punkte zu holen. Aber das muss das Ziel sein.“ Die Büdericher setzten sich in der vergangenen Woche mit 3:2 gegen den TVD Velbert durch, sie haben nur drei Zähler weniger als der 1. FC Kleve auf dem Konto.

Kleves Kaderplaner Georg Mewes spricht von einer „gewachsenen Mannschaft“, die schwer zu knacken sei. Aber: „Unser Sieg in der vergangenen Woche gegen die Spielvereinigung Schonnebeck war unheimlich wichtig. Gerade auch für die Moral, das ist in der Kabine angekommen“, sagt Mewes. Mit Blick auf die Neuzugänge weist der 75-Jährige darauf hin, dass die meisten zuletzt noch mit kleineren Blessuren zu kämpfen gehabt hätten. Nun aber seien alle auf dem Weg zurück. Neben Schütz kamen im Winter auch Angreifer Alfred Appiah (SC St. Tönis), Mittelfeldspieler Marvin Müller (SV Hönnepel-Niedermörmter) sowie Verteidiger Luca Tim Jerz (SC St. Tönis).

Offensivakteur Leon Schütz habe schon auf dem Rasen überzeugen können, Mewes meint im Gespräch mit unserer Redaktion: „Zusammen mit Elidon hat er richtig Dampf gemacht, die beiden haben für Feuer gesorgt.“ Für den 1. FC Kleve geht es laut Mewes nun darum, an die überzeugende Leistung der Vorwoche anzuknüpfen. Woche für Woche müsse man Punkte sammeln, um den Klassenverbleib in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse möglichst frühzeitig perfekt zu machen. „Und wir hoffen natürlich darauf, eine Serie starten zu können“, sagt „Schorsch“ Mewes.

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