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1. FC Kleve installiert Sichtschutz an der Bresserbergstraße

Fußball : 1. FC Kleve installiert Sichtschutz an der Bresserbergstraße

Die Organisation der Halbfinal-Partie im Niederrheinpokal gegen den Ligarivalen 1. FC Bocholt ist für den Verein mit einem enormen Aufwand verbunden.

Im Stadion am Bresserberg haben seit dem Umbau im Jahr 2008 mehr als 5000 Fußball-Fans Platz. Am heutigen Dienstagabend, wenn der Oberligist 1. FC Kleve im Halbfinale des Niederrheinpokals auf den 1. FC Bocholt trifft, dürfen es wegen der Corona-Krise nur 300 Zuschauer sein. Die Verantwortlichen des Fusionsklubs befürchteten, dass sich Fans, die keine Eintrittskarte bekommen haben, auf der Bresserbergstraße versammeln könnten. Immerhin kann man von dort aus ins Stadion blicken. Darauf aber hat der 1. FC Kleve nun reagiert – und dort einen Sichtschutz installiert.

„So haben Querulanten keine Chance, sich das Spiel anzusehen“, sagt Christoph Thyssen, Vorsitzender des 1. FC Kleve. Sollten sich rund um das Stadion dennoch gruppenweise Fans aufhalten, müssten, so Thyssen, der Ordnungsdienst und die Polizei eingreifen. „Außerhalb des Stadions haben wir schlichtweg kein Handlungsrecht. Aber die Stadt Kleve weiß Bescheid“, sagt er.

Für Christoph Thyssen ist die Ausrichtung der Partie mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. „Ich bin fix und foxi. Wir müssen auch wegen Corona so viele Dinge beachten, an die wir nie gedacht haben“, sagt Thyssen, der bereits im Kontakt mit dem DFB steht. Immerhin muss der Oberligist zeitnah mitteilen, wo er die Heimpartie gegen Erstligist Arminia Bielefeld austragen würde, wenn er den Niederrheinpokal gewinnen sollte.

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Schon jetzt ist klar: In Kleve würde die Begegnung gegen den Bundesliga-Aufsteiger nicht stattfinden. Die Infrastruktur des Stadions am Bresserberg entspricht nicht den Anforderungen des DFB. Der Verband fordert etwa jeweils 40 Quadratmeter große Umkleiden für die Teams, Doping-Kontrollzimmer oder Räumlichkeiten für die Medien. „Wäre das Stadion damals so fertiggestellt worden, wie es geplant war, wäre das alles kein Problem gewesen“, sagt Thyssen. So muss er sich auf die Suche nach einem alternativen Austragungsort machen. „Wir haben bei Borussia Mönchengladbach für den Borussia-Park angefragt, aber eine Absage bekommen. Nun müssen wir weiter schauen. Für mich ist die Arena in Düsseldorf eine Option“, sagt Thyssen.