Fußball : FC-Reserve Derbysieger gegen Rindern

Fußball-Bezirksliga, Gruppe 5: 1. FC Kleve II - SV Rindern 5:1 (4:0). Harwardt überragender FC-Spieler

Als bei einsetzendem Platzregen die Partie gestern Nachmittag am Bresserberg abgepfiffen wurde, lagen sich die Akteure der Reserve des 1. FC Kleve jubelnd in den Armen. Gerade eben hatten die Rot-Blauen im Lokalderby gegen den SV Rindern einen 5:1-Kantersieg eingefahren und sich damit ein bisschen Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft. Während die einen feierten, waren die Gäste von der Wasserburgallee bedient. Joris Ernst, Trainer des Aufsteigers, hielt fest: „Wir haben heute nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Ich bin ehrlich gesagt bedient. Fast alle Gegentore waren Konter.“

Die Platzherren brauchten zehn Minuten, um richtig in Fahrt zu kommen. Zunächst scheiterten Raphael Piffko (9.) und Patrick Znak noch aus der Distanz (13.) Dann folgte der Führungstreffer: Einen schnellen Gegenzug mit abschließender Flanke von Patrick Janssen verwertete der überragende Tim-Maxim Harwardt direkt zum 1:0 (21.). Danach spielte sich viel im Mittelfeld ab, die FC-Reserve ließ den Ball laufen, Rindern fand keine Gegenmittel.

In der 32. Minute war es dann erneut Harwardt, der mit einem trockenen Schuss aus 20 Metern unter die Latte für das 2:0 sorgte. Wieder ein schneller Gegenzug landete bei Harwardt, der vernaschte seinen Gegenspieler und bediente Znak, der trocken ins linke Eck abschloss (37.). Und das 4:0 war besonders sehenswert, als Harwardt mit der Hacke Janssen bediente, der das Leder aus Nahdistanz in die gegnerischen Maschen drückte (41.).

Nach dem Seitenwechsel drohte der Ernst-Elf dann ein richtiges Debakel, denn in der 58. Minute waren es wieder die Klever, die mit ihrem schnellen Umschaltspiel zum nächsten Torerfolg kamen: Erneut Harwardt mit seinem fünften Scorerpunkt schickte Janssen auf die Reise, der cool blieb und Rinderns Torwart Jendrik Ferdenhert bei seinem Doppelpack keine Abwehrchance ließ. Danach nahm die Elf von FC-Trainer Lukas Nakielski einen Gang raus. So kam Rindern immerhin noch in der 82. Minute zum Ehrentor durch Alexander Tissen.

Kleves Übungsleiter Nakielski bilanzierte: „Ich glaube, man merkt immer mehr, wie unsere Spielphilosophie ausssehen soll. Vieles davon haben wir heute gesehen und uns endlich auch mal mit Toren belohnt, was uns in den Partien davor nicht so wirklich gelungen ist. Es war ein ganz wichtiger Sieg für uns.“

1. FC Kleve II: Barth – van Beusekom, Goris, Krausel, Evrard, Herzel, Albers (73. Bruns), Piffko, Janssen (59. Maehouat), Harwardt (65. Adar), Znak.

SV Rindern: Ferdenhert – Ezer, Hildebrandt, Ukbaegbu, Sankowksi, Cortez, Medrow, Kera (66. Verführt), Demiri (66. Ballabani), Beine (35. Nagel), Tissen.