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1. FC Kleve: Firma Getec bleibt namenssgeber des Stadions

Verein schafft Fakten : 1. FC Kleve bastelt weiter an der Zukunft

Die Nachwuchsspieler Marten Albrecht, Pierre Heyer und Calvin Top haben für die neue Saison beim Fußball-Oberligisten zugesagt. Michael James den Heijer kehrt nach Neuseeland zurück. Die Firma Getec bleibt Namensgeber des Stadions.

Der Fußball-Oberligist 1. FC Kleve bahnt sich seinen Weg durch die Corona-Krise. Nicht nur, dass der Verein bereits mit gleich mehreren Leistungsträgern verlängert hat. Auch in finanzieller Hinsicht können die Rot-Blauen auf ein stabiles Gerüst setzen. Schließlich bleibt Getec, das Klever Unternehmen für Stahl- und Hallenbau, Namensgeber des Stadions am Bresserberg. Mindestens bis zum Sommer 2023 werden die Heimspiele des 1. FC Kleve demnach in der Getec-Arena ausgetragen.

Ohnehin habe es nicht allzu viele Sponsoren gegeben, die in Zeiten der Pandemie abgesprungen seien. „Natürlich gibt es Reisebüros oder Restaurants, die nun vor allem selbst schauen müssen, wie sie durch die Krise kommen. Die meisten unserer Partner aber sind an Bord geblieben“, sagt Hans Noy, der im Vorstand des Fusionsklubs für das Sponsoring zuständig ist. Hinzu kommt: Auch einige Kosten, die im Zusammenhang mit dem Oberliga-Team stehen, fallen nun nicht an. Dazu zählen unter anderem Leistungsprämien für die Akteure der Mannschaft von Trainer Umut Akpinar, die aktuell auf Platz fünf steht. Schließlich werden bereits seit Anfang November keine Begegnungen mehr ausgetragen.

Schon seit drei Jahren ist die Firma Getec Namensgeber des Stadions, das zuvor jahrelang Volksbank-Arena hieß. „Ich hänge an dem Verein und will ihm gerne etwas zurückgeben für die tolle Zeit, die ich dort erlebt habe“, sagt Getec-Mitgründer und Geschäftsführer Arne Gertgens, der auch im Verwaltungsrat der Rot-Blauen sitzt.

Der 53-Jährige blickt selbst auf eine bewegte Karriere im niederrheinischen Amateurfußball zurück. Einst schaffte er nach seiner Jugendzeit beim SV Grieth beim VfB Kleve den Durchbruch. Später wechselte der Torwart zum SV Straelen, zu Union Nettetal und Siegfried Materborn. Bei den Klubs spielte er in der Verbands-, Landes- und Bezirksliga.

 Hans Noy (rechts), beim 1. FC Kleve für das Sponsoring zuständig, und Arne Gertgens von der Firma Getec bei der Unterzeichnung des Vertrages.
Hans Noy (rechts), beim 1. FC Kleve für das Sponsoring zuständig, und Arne Gertgens von der Firma Getec bei der Unterzeichnung des Vertrages. Foto: 1. FC Kleve

Im Alter von 27 Jahren beendete Arne Gertgens, dessen Frau Heike heute im Jugendvorstand des 1. FC Kleve ehrenamtlich tätig ist, seine sportliche Laufbahn beim VfB Kleve vorzeitig. Zuvor hatte er sich gleich zwei Kreuzbandrisse zugezogen. „Arne Gertgens spielt seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle für unseren Verein. Wir sind froh und stolz, in ihm einen so langfristigen Partner gewonnen zu haben“, sagt Vorstandsmitglied Hans Noy. Die Firma Getec hat ihren Sitz an der Wilhelm-Sinsteden-Straße in Kleve und beschäftigt 40 Mitarbeiter. Das mittelständische Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Asphalt-, Sand-, Kies-, und Betonmischanlagen sowie den Anlagen- und Stahlbau spezialisiert. Außerdem baut Getec Treppen und Geländer.

Derweil schreitet auch die Kaderplanung beim Oberligisten voran. So haben die Nachwuchsakteure Marten Albrecht, Pierre Heyer und Calvin Top nun ihre Zusage für die kommende Saison gegeben. Das Trio trainiert bereits bei der ersten Mannschaft mit, für die Startelf aber reichte es zuletzt noch nicht. „Die Jungs werden sukzessive an das Oberliga-Niveau herangeführt. Sie werden in den Trainingsbetrieb eingebunden und können gleichzeitig Spielpraxis bei der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga sammeln. So entwickeln sie sich gut weiter“, sagt Christoph Thyssen, Vorsitzender des 1. FC Kleve. Marten Albrecht stammt aus der Jugend des Vereins. Pierre Heyer (KFC Uerdingen) und Calvin Top (VfL Rhede) wiederum wechselten im vergangenen Sommer an den Bresserberg.

Der neuseeländische Innenverteidiger Michael James den Heijer wird nicht mehr in der Getec-Arena auflaufen. Der 24-Jährige, der im Sommer 2020 aus den Niederlanden gekommen war, kehrt im März zurück in seine Heimat Neuseeland. Sein Abgang ist ein herber Verlust für den Oberligisten.

Immerhin avancierte der Rechtsfuß mit überzeugenden Leistungen zum Stammspieler im Abwehrzentrum neben Nedzad Dragovic. Voraussichtlich wird Michael James den Heijer, wenn die Saison fortgesetzt werden sollte, von Tim Haal vertreten. Der 31-jährige Mittelfeldspieler trat in der Vergangenheit schon häufiger als Innenverteidiger in Erscheinung – und wusste durchaus zu überzeugen.