Fußball : Akpinar-Elf trifft auf Krisen-VfB

Fußball-Oberliga: 1. FC Kleve - VfB Speldorf (Sonntag, 15 Uhr). Die Mülheimer entschieden sich in der Winterpause für einen Trainerwechsel. Bei den Rot-Blauen werden Geurtz und Scheffler ausfallen. Wesendonk geht zum Saisonende.

Es war ein emotionaler Auftakt für den 1. FC Kleve. Im Derby gegen Bocholt lagen Fabio Forster und Co. bereits mit 0:2 zurück, eine starke Moral aber bescherte final noch einen Punkt. Ein Grund: die starke Fitness. „Wir haben unser Programm im Winter eben gut durchgezogen“, begründet Übungsleiter Umut Akpinar. Nun wartet mit dem VfB Speldorf ein Klub, der sportlich in schweres Fahrwasser geraten ist. „Kleve ist eine gute Mannschaft. Aber wir sind der Überzeugeung, dort Punkte holen zu können“, sagt Trainer Ryoji Ishikawadie. Aktuell rangiert seine Elf auf Tabellenplatz 13.

Schon der Saisonstart ging mächtig daneben - es setzte sechs Niederlagen aus acht Partien. Auch im Anschluss überzeugte Speldorf zu selten. Ob der grassierenden Abstiegsangst entschied sich die sportliche Leitung zur Winterpause für einen Neubeginn auf der Trainerbank: Der 41-jährige Ishikawa trat die Nachfolge von Christian Mikolajczak an, der mittlerweile den FSV Duisburg betreut. „Wir sind von der Mission Klassenerhalt vollends überzeugt. Sicherlich ist das eine schwere Aufgabe“, sagt Ishikawadie. Eine spannende Randnotiz: Beim Debüt für ihre Fraben trafen Mikolajczak und Ishikawa gleich aufeinander. Nach 90 Minuten stand ein 1:1-Remis auf der Anzeigetafel. Dieses Ergebnis hat auch Akpinar vernommen: „Speldorf ist ein guter Gegner, das zeigte auch das Resultat gegen den FSV.“ Zwar erstrahlt in der Rheinstadt aktuell die rote Laterne, ein unangenehmer Gegner aber ist die Mikolajczak-Elf dennoch.

Zurück zur Bresserberg-Elf. Am Wochenende werden die Anhänger in der Getec Arena weder den Langzeitverletzten Konrad Kaczmarek, noch Jan-Luca Geurtz oder Nathnael Scheffler beobachten können. Geurtz plagen Knieprobleme, der Nachwuchsakteur Scheffler musste in dieser Woche ob einer Prellung aussetzen. Ansonsten sind alle Akteure an Bord. Das gilt auch für Michel Wesendonk, der in der vergangenen Woche seinen Abschied zum Saisonende bekannt gemacht hatte, da der zeitliche Aufwand bestehend aus Training und sonntäglicher Begegnung in Kombination mit einer Vollzeit-Berufstätigkeit und einem Familienleben kaum mehr zu stemmen sei. „Ich kann das nachvollziehen. Es ist nicht einfach, das unter einen Hut zu bekommen“, sagt Akpinar. Dass der Dauerläufer Wesendonk weiterhin mit vollem Einsatz für den FC unterwegs ist, zeigte er zuletzt, als er in der 88. Minute den umjubelten Ausgleichtreffer gegen Bocholt erzielte. Gute Erinnerungen dürften die Klever an das Hinspiel haben, wenngleich Akpinar sagt: „In die Vergangenheit schauen wir nie. Da können wir uns nichts von kaufen.“ Auch dort lagen die Schwanenstädter zurück, drehten dann aber durch die Tore von Levon Kürkciyan und Pascal Hühner die Begegnung.

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