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SPD Kreis Kleve schafft günstigen Wohnraum und Büros

Stadtentwicklung : Parteizentrale mit 20 Wohnungen

Drei Millionen Euro kostet das neue Haus der SPD in Kleve. Das bietet nicht nur Büroräume für die Sozialdemokraten, sondern auch günstige Wohnungen und einen Versammlungsraum für diverse Gruppen, die ihn benötigen.

SPD-Parteichef Norbert Killewald ist der Stolz anzumerken, als er die Daten und Fakten  der neuen Parteizentrale seiner Partei für den Kreis Kleve listet. Eine Liste, die sich sehen lassen kann: 20 geförderte Wohnungen haben die Kreis Klever Genossen geschaffen, einen Versammlungsraum, der nicht nur der Partei, sondern allen Vereinen und Verbänden dienen soll, die einen solchen Raum gerade brauchen, und nicht zuletzt die nötigen Büros für die Kreispartei.

Knapp drei Millionen Euro hat die SPD in den Bau investiert, der fristgerecht und im Kostenrahmen jetzt fertig wurde. Nur ein Teil fehlt noch: die große rote Tür, die den Versammlungsraum abschließt. Aber Killewald räumt ein: „Ich habe halt etwas gebraucht, um mich mit der roten Tür durchzusetzen“, sagt er grinsend. Die rote Tür werde bald angeliefert, so wie es hoffenlich bald auch einen vernünftigen Internetanschluss geben wird, dann kann die neue Zentrale der alten Partei ihren Dienst endlich aufnehmen.

Geplant hat den Bau die Klever Architektin Nicole Koenen, die das Gebäude scheinbar spitz übers Eck setzte, so dass es richtig dynamisch wirkt.  Klar, dass es in dem Bau nicht nur eine rote Türe gibt und dass nicht nur der Schriftzug „SPD Kreis Kleve“ rot über dem Versammungsraum prangt: Rot sind auch Teile der Fassade.

Der Neubau ersetzt das alte Hölzel-Haus, ein Gründerzeitbau, den der Klever Bundestagsabgeordnete Helmut Esters 1986 über die Treuhandgesellschaft für die SPD sicherte. Seitdem war da die SPD-Kreisparteizentrale. Zunächst eher im Hinterhof gelegen, entwickelte sich das Ganze zur 1-A-Lage: Die Bahn in die Niederlande, die vorne am Haus entlang fuhr, wurde eingestellt. Die Rampenbrücke, die unmittelbar hinter dem Haus entlang führte, wurde abgerissen. Jetzt haben die Bewohner sogar, wie Ex-Ministerin Barbara Hendricks betonte, freien Blick auf die Burg. 1-A-Lage eben.

An das alte Haus, das abgerissen wurde, erinnert nur noch das schmiedeeiserne Gitter, das früher die Einfachverglasung (so Killewald) des Kellerfensters sicherte. Es grüßt aus alten Zeiten. Die Idee, das alte Haus abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, hatte Christian Nitsch bereist vor Jahren. Er konnte sich aber erst 2017 durchsetzen. 2018 wurden die Mittel beantragt, 2019 der Bau gestartet. Jetzt erfolgte der Einzug nach einer leichten Verzögerung wegen der Corona-Pandemie. Killewald freute sich außerordentlich, auch weil die SPD damit bewiesen habe: „Wir können nicht nur theoretisch reden, wir können das auch umsetzen. Das ist ein schöner Tag für uns“, so der SPD Kreisvorsitzende.

„Hier passt das Haus hin, es ist ein ebenso eleganter wie schlichter und funktionaler Bau geworden“, sagte Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing, die einerseits von den Sozialdemokraten zur Kommunalwahl unterstützt wird und die andererseits als Bürgermeisterin der Stadt Kleve den Neubau begrüßte.

Sonja Northing stellte fest, dass die Kreisstadt Kleve inzwischen laut Bürgerbüro auf 54.000 Einwohner gewachsen sei und mehr Wohnraum benötige, der auch bezahlbar sei. Auch wenn es die 1-A-Lage vielleicht störe, hoffe sie aber doch, dass die Bahn bald wieder in die Niederlande fahre.