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SPD Kranenburg will mobile Sparkassen-Filiale in Nütterden

Mobile Filiale für Nütterden : Sparkasse Rhein-Maas winkt ab

Die SPD-Fraktion hat Bürgermeister Günter Steins beauftragt, Gespräche mit der Sparkasse Rhein-Maas aufzunehmen. Diese wiederum hält das Vorhaben für chancenlos.

„Der Rat beauftragt den Bürgermeister, mit dem Vorstand der Sparkasse Rhein-Maas im Hinblick auf die Einrichtung einer mobilen Sparkasse für Nütterden zielführende Gespräche zu führen“, lautet die Drucksache der SPD-Fraktion, die der Kranenburger Rat in seiner letzten Sitzung dieses Jahres verabschiedet hat.

„Das ist natürlich keine neue Idee. In den 70er- und 80er-Jahren gab es in der Region mobile Sparkassen-Filialen auf Rädern“, sagt Jürgen Franken, SPD-Ratsmitglied. Diese Geschäftsstelle steuerte Haltestellen in sämtlichen Ortsteilen der Gemeinde an. Auch sei das Konzept, sagt Franken, zuletzt in Duisburg und Köln wieder erfolgreich angelaufen. Womöglich könne im Zuge dessen gar über eine Kooperation mit der Volksbank nachgedacht werden. „Dieser Wunsch kommt nicht nur aus Kranenburg, sondern auch aus einem Ortsteil in Straelen“, sagt Franken. Tatsächlich setzt sich die dortige SPD-Fraktion für ein ähnliches Modell im Ortsteil Herongen ein, wo die Geschäftsstelle Ende 2017 geschlossen worden war.

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Der Hintergrund des Antrags: Zuletzt hatte die Sparkasse das Selbstbedienungsterminal demontiert. „Die Zahlen des SB-Terminals in Nütterden haben gezeigt, dass die Nutzerquote gering ist“, sagt Rudi van Zoggel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Maas. Durch die Zustimmung des Rates in Kranenburg ist Bürgermeister Günter Steins nun angehalten, Gespräche mit der Bank zu führen. „Natürlich kann man immer Gespräche führen. Dieses Vorhaben halte ich aber für chancenlos. Ich glaube, dass es dem Thema gut tun würde, wenn Ruhe einkehrt“, sagt van Zoggel. Zudem verweist er auf die bestehenden Möglichkeiten für Finanzdienstleistungen: So gibt es ein Service-Telefon der Sparkasse, über das Überweisungen abgewickelt werden können. Gegen einen Beitrag von fünf Euro könne jeder Kunde einmal pro Woche Geld an die Haustür geliefert bekommen. Für die Bürger in Nütterden gebe es darüber hinaus die Alternative, in der Netto-Filiale im Ortskern an der Kasse Geld abzuheben. Allerdings gibt van Zoggel zu, dass noch umfangreicher über diese bestehenden Möglichkeiten informiert werden könne.