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SPD Kalkar stellt van de Löcht als Bürgermeisterkandidat auf

Lokalpolitik : Marco van de Löcht (SPD) will Bürgermeister in Kalkar werden

Der 47-jährige Versicherungsfachwirt aus Altkalkar steht auch an der Spitze der Reserveliste. Van de Löcht möchte die Verwaltung modernisieren und mehr für die Wirtschaftsförderung tun. Er sei bestens vernetzt, kenne sich im Sport, bei den Schulen und in den Vereinen aus.

Auch die SPD will es der amtierenden Bürgermeisterin schwer machen, wiedergewählt zu werden: Kalkars Sozialdemokraten haben das langjährige Fraktionsmitglied und den stellvertretenden Bürgermeister Marco van de Löcht zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt. Der 47-Jährige ist seit mehr als 30 Jahren Mitglied seiner Partei, war schon bei den Jusos aktiv und ist in Kalkar nicht zuletzt bekannt als Vorsitzender des Sportvereins. Van de Löcht führt auch die Reserveliste an, Walter Schwaja, Kai-Uwe Ekers, der Vorsitzende, Winfried van den Boom, Manuela Bühner-Lankhorst, Florian Zitzke und Tanja Neumann haben aussichtsreiche Plätze.

Zwei Verwaltungsprüfungen und ein „Fachwirt“ im Versicherungswesen qualifizieren ihn dazu, eine Behörde zu leiten, meint Marco van de Löcht. Dazu hat er Ausdauer, spielt bei den Alten Herren Fußball, Badminton und läuft mit Leidenschaft, aber ohne großen Ehrgeiz, wie er zugibt. Beim „Mud Musters“ auf dem Weezer Airportgelände geht es van de Löcht vor allem um den Spaß. Auch um den Wisseler See herum joggt der Familienvater gerne und möchte die dortige Freizeitanlage bald professionell bewirtschaftet sehen. Dieses Thema ist nicht das einzige, was ihm zu langsam geht: „Wir brauchen eine Verwaltung 4.0 – alles andere macht keinen Sinn“, sagt er. Für die Zukunft kann er sich mehr Home Office vorstellen, dann fehlten auch keine Büroräume im Rathaus und die Stadt würde als moderner Arbeitgeber wahrgenommen.

Mehr E-Tankstellen sollen zu größerer Akzeptanz von Elektro-Autos führen, modernisiert werden müssen die Grundschulen in Wissel und Appeldorn. Kalkars Realschule habe ein Imageproblem. Obwohl zeitgemäß ausgestattet, wählen viele Kalkarer Familien lieber eine auswärtige Realschule. Da bestehe Handlungsbedarf, sagt der Kandidat. Der Sportler möchte Aschen- und Rasenplätze zu Kork-Kunstrasenplätzen umgestalten, allerdings erst, wenn andere kostenträchtige Baustellen abgearbeitet sind.

„Wir haben lange darüber diskutiert, ob wir einen eigenen Kandidaten aufstellen und wer das sein soll“, sagt Fraktionschef Walter Schwaja. In dem 47-Jährigen aus Altkalkar, der in Kalkar von Feuerwehr bis Sport, Beruf und seine halbwüchsigen Kinder gut vernetzt ist, glaube die SPD einen aussichtsreichen Mann gefunden zu haben. Bürgermeisterin Britta Schulz vom Forum überlasst die Wirtschaftsförderung zu sehr ihren Kollegen, finden die Sozialdemokraten. Und Sven Wolff von der CDU, dem anderen Schulz-Herausforderer, fehle es an Ratserfahrung.