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Kleve: Sparkasse Kleve hat beste Beratung

Kleve : Sparkasse Kleve hat beste Beratung

Das Kreditinstitut geht aus einem Vergleichstest unter den Klever Banken als Sieger hervor. Die Zeitschrift Focus Money hatte anonyme Testkunden in die Bankhäuser geschickt. Sehr zufrieden ist der Vorstand mit der Bilanz für das Jahr 2012.

Mit stolz geschwellter Brust präsentierten gestern der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Kleve, Rudi van Zoggel, und Vorstandsmitglied Wilfried Röth die jüngste Ausgabe von Focus Money. Die Zeitschrift hatte den "CityContest 2013", ein Vergleichstest unter den Klever Banken, durchgeführt. Aus diesem ging die Sparkasse Kleve als Sieger hervor. Die Volksbank Kleverland, und das sorgte zusätzlich für ein Grinsen bei den Vorstandsmitgliedern, belegte im Vergleichstest den fünften und damit letzten Platz.

So genannte Mystery Shopper (geheime Käufer) hatten außer Sparkasse und Volksbank auch die Klever Filialen der Commerzbank, der Postbank und der Deutschen Bank besucht. Die Testkunden gaben vor, eine neue Hausbank zu suchen, da sie erst kürzlich zugezogen seien. Sie wollten sich auch über Altersvorsorge und Vermögensaufbau informieren. Die finanzielle Vorgabe lautete: monatlich 3000 Euro Bruttoeinkommen, 25 000 Euro im Depot und 5000 Euro auf einem Tagesgeldkonto.

Bewertet wurden in Schulnoten die Vor- und Nachbetreuung, die Atmosphäre und die Interaktion während des Gesprächs, die Kundengerechtigkeit und die Sachgerechtigkeit der Beratung. Während die Sparkasse Kleve mit der Gesamtnote 2,2 als beste abschnitt, landete die Volksbank Kleverland mit der Gesamtnote 3,3 auf dem letzten Platz. Rang zwei belegte die Commerzbank, Rang drei die Postbank und Rang vier die Deutsche Bank. Besonders auffällig war, so schreibt Focus Money, dass sich die Berater der Sparkasse Kleve für die Beratung im Durchschnitt 25 Minuten mehr Zeit als die Konkurrenz nahmen.

Van Zoggel und Röth stellten gestern die Bilanz des Jahres 2012 vor, "ein Jahr", so van Zoggel "das wir unter dem Strich mit ,zufriedenstellend' bewerten können." Die Stellung im Kundengeschäft konnte die Sparkasse auf dem Niveau des Vorjahrs halten. So betreute das Kreditinstitut als größtes in Kleve ein Kundenvolumen in Höhe von 2,3 allein bei Einlagen, Wertpapiervermögen und Darlehen.

13300 Konten wurden neu eröffnet. Dazu Röth: "So viele neue Konten — das gab es, so lange ich mich erinnern kann, noch nie." Die Sparkasse führte zum Jahresende mehr als 168 500 Konten und Wertpapierdepots. Bei den Kundeneinlagen wurde hingegen ein leichter Rückgang auf 958,2 Millionen Euro verzeichnet.

Im Kreditgeschäft konnte die Sparkasse Kleve das Kreditvolumen auf 1,08 Milliarden Euro steigern. Insgesamt hat die Sparkasse im vergangenen Jahr 128,2 Millionen Euro neue Darlehen ausgezahlt. Weitere zugesagte 45,7 Millionen Euro an zugesagten Darlehen warteten am Jahresende auf die Voraussetzungen zu Auszahlung.

Im Immobiliengeschäft betreute die Sparkasse mehr als 750 Vorhaben und zahlte Darlehen in Höhe von fast 70 Millionen Euro. "Immobilien zur Eigennutzung oder Vermietung stehen weiter hoch im Kurs", sagte Röth. Unterm Strich blieb ein Gewinn nach Steuern von 3,54 Millionen Euro. Davon wurden 2,8 Millionen Euro den Reserven zugeführt, und mit dem Überschuss von 740 000 Euro wurde das Eigenkapital erhöht.

Sorge um eine Kreditklemme müsse sich kein Sparkassen-Kunde machen, betonte van Zoggel. Und dass sich die Sparkasse bei riskanten Spekulationen mit ausländischen Staatsanleihen verzettelt, müsse auch niemand befürchten. "Anleihen haben wir nur innerhalb Deutschlands", sagte der Vorstandsvorsitzende.

(RP/rl/top)