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Evonik-Kinderuni: Spannung auf dem Wasser

Evonik-Kinderuni : Spannung auf dem Wasser

Warum manche Insekten über eine Wasseroberfläche laufen können, erklärt die Evonik-Kinderuni heute. Dazu gibt es wieder ein Experiment, nicht nur für die kleinen Forscher in den Kindergärten, die bei der Aktion mitmachen.

Max und Anna haben sich mit Papa einen Tierfilm angeschaut. Darin ist ein Insekt übers Wasser gelaufen. Anna und Max waren sehr überrascht, dass das geht. Papa hat gesagt, das habe mit der Oberflächenspannung des Wassers zu tun. Darunter konnten Anna und Max sich aber erst mal nichts vorstellen. Als die Sendung zu Ende war, hat Papa mit den beiden ein Experiment gemacht. Den Versuch könnt ihr ganz leicht nachmachen.

Und das geht so: Füllt ein Glas mit Wasser. Dann probiert ihr, eine kleine Büroklammer flach auf das Wasser zu legen. Wenn ihr dabei ganz, ganz vorsichtig seid, werdet ihr feststellen, dass sie schwimmt. Am einfachsten bringt ihr die Büroklammer aber zum Schwimmen, wenn ihr sie auf ein Stück Löschpapier legt und mit dem Papier aufs Wasser legt. Das Löschpapier saugt sich voll und geht unter — und dann schwimmt die Büroklammer. Wenn ihr mögt, könnt ihr den Versuch auch noch einfacher gestalten: mit Körnchen fein gemahlenen Pfeffers, die ihr aufs Wasser streut. Auch sie gehen nicht unter.

  • Die Jury im Einsatz (von links):
    Kitas : Die Gewinner der Evonik Kinderuni
  • Stolzes Team: Renate Steinsberger, Teamleitung, Christina
    Kindertagesstätten in Düsseldorf : Kita Rheinpiloten ist jetzt Haus der kleinen Forscher
  • Der Sackerhof vereist Kirsch- und Apfelblüten,
    Ratingen : Vereiste Blütenpracht

Warum nicht? Wie bei den Insekten spielt auch hier die sogenannte Oberflächenspannung des Wassers eine Rolle. Sie ist die Kraft, die Moleküle, das sind minikleine Teilchen, an der Wasseroberfläche zusammenhält. Diese Kraft kommt zustande, weil die Wasserteilchen sozusagen zusammenbleiben wollen. Sie halten sich quasi aneinander fest. Das tun sie immer und überall, aber ganz besonders fest an der Grenze zur Luft, also an der Wasseroberfläche. Dort bilden sie eine Art unsichtbare "Wasserhaut".

Eine solche "Wasserhaut" könnt ihr übrigens nicht nur bei diesem Experiment beobachten. Sie kommt überall vor, wo es Wasser gibt. Sie umgibt zum Beispiel auch jeden Wassertropfen.

Manchmal kann man die Wasserhaut aber gar nicht gebrauchen — zum Beispiel beim Geschirrspülen und beim Wäschewaschen. Wegen der "Wasserhaut" kommt das Wasser nämlich nicht überall hin und kann dann nicht genug Schmutz aufnehmen. Deshalb arbeitet man beim Wäschewaschen und Geschirrspülen mit einem Trick. Man gibt Waschpulver oder Spülmittel hinzu. Das macht die Wasserhaut kaputt — und dann wird alles schön sauber.

(RP)