Kreis Kleve: So wird man zum Trendsetter

Kreis Kleve: So wird man zum Trendsetter

Diejenigen, die für den Winter eine Fleecejacke gekauft haben, liegen damit auch im Frühling in der modischen Mitte. Was Mode ist im Sommer, erfahrt ihr hier.

Man muss nicht jeden Trend mitmachen. Aber es ist schön zu wissen, worauf man sich im Sommer freuen oder vorbereiten darf – und dafür müssen es nicht unbedingt "In"-Marken sein.

"Chucks sind ein Muss", weiß Nicole Przybilla, zuständig für Verkauf und Merchandising bei Intersport Dorenkamp in Geldern. Die Leinenschuhe, die bereits Eltern und Großeltern trugen, sind wieder da. Neu den Markt erobert haben die Schildkrötenkragen-Jacken von Bench. Die braucht man in den nächsten Monaten nicht in den Schrank zu hängen. "Die gibt es in bunten sommerlichen Farben, zum Beispiel Pink und Mint", berichtet Werner Neumann, Ladeninhaber in Kleve. "Gerade am Lagerfeuer zieht man sowieso einen Pulli an." Die kuschelige Fleecejacke findet also noch Verwendung. Für die Füße werden die Mädels auch in diesem Jahr eine reiche Auswahl an Zehensandalen finden. Oder an den Original "Havaianas", die aus Kautschuk und nicht aus PVC gemacht sind.

Mode für die Füße

Die Jungs bevorzugen unter den Marken nach wie vor Lacoste. Weg vom Sportschuh, hin zum Mittelding zwischen Sneaker und normalem Straßenschuh produziert Pantofola d´oro. Die rechte Sommerlaune bringen Bermudas. "Eigentlich bunt, mit schönem bunten Polo-Shirt", wagt Neumann einen Ausblick. Seine Trendideen holt er sich bei der "Bread & Butter". Die Modemesse findet zweimal im Jahr in Berlin statt. Ansonsten schaut er gerne bei Kollegen in angesagten Großstädten wie Amsterdam vorbei. "Meine Kundschaft informiert sich bei Freunden, im Fernsehen oder nimmt sich Musikstars als Style-Vorbilder", sagt der Geschäftsmann. "HipHop-Mode, weite Hosen, die herunterhängen – das ist ganz vorbei." Das sehe man unter anderem am Rapper Bushido, der jetzt Anzug trägt. Zwar trage nicht jeder Anzug wie Bushido oder Jan Delay, aber auch die Jungs setzten wieder auf normale Jeans. Zusätzlich seien Accessoires ein Thema für sie. "Tücher, Taschen, Gürtel und Lederarmbänder", erzählt Tanja Hussenether, zuständig für die Pressearbeit bei Hennes und Mauritz, sind bei männlichen Jugendlichen gefragt. Ansonsten gehe alles, was mit Jeans zu tun habe.

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Blumen sind gefragt

An Blumenmustern wird in diesem Jahr auch keiner vorbeikommen. Auf der modisch sicheren Seite bewegen sich junge Männer mit karierten Hemden und Jacken. "Grün, Türkis und helles Gelb", nennt Doris Evers, Personal- und Organisationsleitung der Galeria Kaufhof in Kleve, den farbenfrohen Ausblick. Bunt und knallig wird es für die Mädels. Der 80er-Jahre-Look mit langem Oberteil zu Leggins oder Röhrenjeans ist zurück.

Genauso schnell, wie Dinge sich wiederholen, verschwinden andere. "Ed Hardy ist ganz eingebrochen", weiß Neumann. Immerhin hat diese Marke drei Jahre mitgemischt. "Scotch&Soda, Super Dry und Replay", nennt Neumann Labels , die derzeit gefragt sind. Auf der Mädchenschiene fahren Only, Vero Moda und Killah-Jeans vorne mit. Trotz Tipps und Trends: Was bleibt ist, viel Spaß haben an dem, was einem gefällt.

(RP)