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Kleve: So wird Kleves neue Schullandschaft

Kleve : So wird Kleves neue Schullandschaft

Die Fraktionschefs des Klever Stadtrates haben sich auf Einladung des Klever Schulausschuss-Vorsitzenden Udo Janssen, zugleich CDU-Fraktionsvorsitzender, am Samstag getroffen.

Ziel der kurzfristig einberufenen Sitzung: Eine gemeinsame Beschlussvorlage zur Klever Schulsituation entwickeln, die ab heute in den Fraktionen vorgestellt wird.

"Wir haben ein Ergebnis gefunden. Ziel war es, eine einvernehmliche Lösung zu erarbeiten. Zum einen geht es um die Schulformen, zum anderen um die Standorte und die Schulgebäude", sagte Janssen auf Anfrage der Rheinischen Post.

Wie die RP gestern Abend erfuhr, sieht die Lösung, die die Chefs der großen Fraktionen im Klever Rat (ohne Offene Klever und Fraktionslose) entwickelt haben, so aus:

1. Es wird eine neue Gesamtschule in Kleve eingerichtet.

2. Es wird eine neue Sekundarschule eingerichtet.

3. Die Karl-Kisters-Realschule soll vierzügig erhalten bleiben.

4. Alle Hauptschulen werden aufgelöst.

5. Die zwei Klever Gymnasien (Freiherr-vom-Stein und Konrad Adenauer) sollen erhalten bleiben. Allein, an welchen Standorten die Schulen demnächst eingerichtet werden, wurde von den Fraktionschefs noch nicht abschließend geklärt. Doch scheint es Einigkeit darüber zu geben, dass die Gesamtschule in der Realschule an der Klever Hoffmannallee einziehen soll. Noch nicht endgültig erarbeitet ist, wo die neue Sekundarschule, die fünf- oder sechszügig gefahren werden soll, untergebracht wird.

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Der in den Fraktionen vorbereitete Beschluss wird zunächst in der Klever Schulausschusssitzung am Donnerstag, 8. Dezember, beraten. Mit der dort beschlossenen Empfehlung werden die Klever dann in die interkommunale Schulausschuss-Sitzung am 9. Dezember gehen. Am Ende soll dann in der Ratssitzung am Mittwoch, 14. Dezember, der Beschluss verabschiedet werden. Dies ist von Bedeutung, da die Maßnahmen noch für das Schuljahr 2012/13 umgesetzt werden müssen. Die Bezirksregierung hätte dann noch bis zum 31. Dezember Zeit, um grünes Licht für die Umstrukturierung der Klever Schullandschaft zu geben.

Auffällig, dass seitens der Verwaltung niemand an dem Gesprächskreis teilnahm. Die Klever Politik ist sich offenbar einig, wie die Schullandschaft in der Kreisstadt aussehen soll und hat jetzt Vorstellungen ausgearbeitet, die die Verwaltung dann umzusetzen hat.

(RP/jul)