Bundestagswahl 2017: So verbrachten die Spitzenkandidaten den Tag

Bundestagswahl 2017: So verbrachten die Spitzenkandidaten den Tag

Um 10 Uhr betrat Barbara Hendricks das Wahlbüro im Klever Rathaus. Auch für sie eine Premiere: Aber auch nur, weil das Rathaus erst vor wenigen Tagen offiziell eröffnet wurde.

Ansonsten hat Hendricks Routine beim obligatorischen Zetteleinwurf, immerhin trat sie gestern zum bereits siebten Mal an. Danach ging es für die Umweltministerin mit dem Auto nach Duisburg und von dort aus mit dem ICE nach Berlin. Gegen 16 Uhr machte sich Hendricks dann auf den Weg in die Parteizentrale. Im Willy-Brandt-Haus kommt die SPD-Spitze traditionell zusammen, um gemeinsam die ersten Prognosen und Ergebnisse auszuwerten. Als am Abend Martin Schulz vor die Presse trat, um seine Niederlage einzuräumen, war auch Hendricks an seiner Seite. Immerhin: Trotz des Direkteinzugs von Rouenhoff werden wir die 65-Jährige weiter im Bundestag sehen - als Nummer 2 zieht sie über die Liste der Partei ein.

Erstaunlich unaufgeregt klang am späten Nachmittag Stefan Rouenhoff. Der 38-jährige Gocher hatte den Wahl-Tag bis zum späten Nachmittag im Kreise der Familie verbracht - bei seinen Eltern. "Wir haben in Ruhe gefrühstückt, noch etwas über Politik gesprochen, auch darüber, welche Gedanken sich ein 82-jähriger Mann wie mein Vater angesichts des neuen Erstarkens von Rechtsextremen macht. Eigentlich wollte ich mittags bei dem schönen Wetter noch etwas an die Luft, aber ich hatte so viele E-Mails mit guten Wünschen zu beantworten, dass ich das gar nicht geschafft habe." Gewählt hat Familie Rouenhoff im Wahllokal Gaesdonck: "Dort hörte ich schon, dass die Wahlbeteiligung ganz gut sei - zum Glück." Mit CDU-Kreisgeschäftsführer Manfred Lorenz habe er telefoniert und sich abgestimmt, dann ging es Richtung Kreishaus. Gegen 20 Uhr begann die Wahlparty im Klever Kolpinghaus.

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(lukra/nik)