Ausflug nach Nimwegen So ist das Lichterfest im Museumpark Orientalis

Nimwegen · Der Museumpark Orientalis lädt in der Vorweihnachtszeit zur Reise durchs illuminierte „Heilige Land“ ein. Auf dem Gelände ist derzeit eine ganz besondere Stimmung.

Beim „Feest van Licht“ ist der Museumpark Orientalis stimmungsvoll illuminiert.

Beim „Feest van Licht“ ist der Museumpark Orientalis stimmungsvoll illuminiert.

Foto: Willem Melssen / WM Fotografie

Der Orient liegt kurz vor Nimwegen. Im Museumspark Orientalis führen Routen durch die Anfänge des Christentums im Nahen Osten, erzählen vom Judentum und vom Islam. Aber jetzt, in der Weihnachtszeit, wird auch Weihnachten gefeiert zwischen den weißen Orient-Häusern am See. Und das vor allem mit einer besonderen Lichtschau, die die Magie des Ortes noch einmal betonen soll.

„In den vergangenen Jahren ist das Fest vom Licht, das am 17. Dezember startet und bis zum 8. Januar zu sehen ist, gewachsen und erwachsen geworden“, schreibt der Park Orientalis. Es habe als ein Familienfest im kleinen Rahmen angefangen, inzwischen sei es ein vollwertiges Winterprogramm. Dabei natürlich die traditionelle Krippenausstellung, aber auch eine ganz erneuerte Lichtroute mit dem Thema Licht und Dunkel. Die Lichtroute führt bis zur römischen Herberge, wo man essen und trinken kann. Die winterliche angestrahlte Natur ist ebenfalls angestrahlt und eröffnet ganz neue Blicke auf Bäume und Sträucher und Seen. Es aber auch Fragen zu den Religionen debattiert: Gibt es zum Beispiel ein buddhistisches Weihnachtsfest? Was bedeutet Chanukka genau, und auf welche Weise betrachten die Muslime die Geburt von Jesus?

Dieses Jahr ist Deutschland das Thema auf der Krippenausstellung: In der Herz-Jesu-Basilika, dem Hauptgebäude des Museumsparks, ist die Ausstellung „Eine deutsche Weihnacht“. Diese Ausstellung führt chronologisch durch die deutsche Weihnachtszeit, vom Advent im November und dann bis zum Dreikönigstag im Januar. „Werfen Sie einen Blick in eine deutsche Küche und bewundern Sie die vielen Nussknacker, Krippen und Lichtengel“, wirbt der Museumspark Orientalis – und meint damit die feinen Holzfiguren aus dem Erzgebirge, die kleinen (und großen) Engel, die zwei Kerzen in ihren Händen halten, die hölzernen Nussknacker wie den Klassiker als strammer Husar.

Auch er gehört in dieser Form zu den klassischen Figuren erzgebirgischer Volkskunst – und kann bei Bedarf sogar Nüsse knacken. Aber: in einen unwiderstehlich schönen Prinzen wie in Tschaikowskys „Nussknacker“-Ballett verwandelt er sich eher nicht. Als traditionelle Weihnachtsdekoration schickt sich der Nussknacker-Husar – oder aus anderen Regionen als König oder Nachtwächter besonders gut. Gefertigt wird der Kollegen aus dem Osten der Republik aus Ahorn-, Buchen- und Lindenholz. Es dürfte spannend sein, welche angekündigten Nussknacker die Niederländer als typisch deutsch auswählen.

Auf dem Museumsgelände steht auch eine Weihnachtspyramide. Sie ist, so versprechen die Niederländer vom Museumspark Orientalis, fünf Meter hoch und man könne sie selbst kurbeln. Die Weihnachtspyramide steht in der „Wüste“ – und in diesem Teil des Parks kann man auch das Lichtlabyrinth begehen. Seit Tausenden von Jahren ist dieses Symbol mit Mythen, Ritualen und Geschichten verbunden.

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