Nach Dürrejahren So geht es den Waldflächen des Kreises Kleve

Kreis Kleve · Auch wenn vier von fünf Jahren extrem trocken waren: Die Schäden an Waldflächen sind überschaubar. So zumindest zeichnet es sich in einer Auskunft ab, die das Kreishaus nun im Ausschuss gab.

Auch im Wald des Kreises Kleve hat die Dürre Spuren hinterlassen.

Auch im Wald des Kreises Kleve hat die Dürre Spuren hinterlassen.

Foto: dpa/Daniel Reinhardt

Wie geht es den forstwirtschaftlichen Flächen des Kreises Kleve? Auf diese Anfrage der Vereinigten Wählergemeinschaften hat das Kreishaus in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Klima, Landwirtschaft, Umwelt und Naturschutz eine Antwort gegeben. Insgesamt umfasst die Waldfläche im gesamten Kreis Kleve rund 16.688 Hektar. Die meisten Forstflächen im Kreis Kleve werden nicht ertragsorientiert bewirtschaftet, sondern dienen dem öffentlichen Interesse für Erholungszwecke oder erfüllen eine ökologische Funktion.

Von der Gesamtfläche stehen aber nur etwa 164 Hektar – und somit weniger als 1 Prozent der Gesamtfläche – im Eigentum des Kreises Kleve. Der Kreis Kleve hat zuletzt im Jahr 2019 eine Waldfläche von rund 6,3 Hektar zu einem Preis von 1,40 Euro pro Quadratmeter erworben. Der aktuelle Marktbericht 2022 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Kleve weist einen Bodenwertrahmen für Waldflächen inklusive Aufwuchs zwischen 1,10 Euro und 2,10 Euro pro Quadratmeter aus. Aufgrund der Kleinteiligkeit der Flächen verwaltet der Kreis Kleve seine forstwirtschaftlichen Flächen nicht selbst, sondern ist hierzu Mitglied in den Forstbetriebsgemeinschaften Emmerich, Geldern und Goch.

Wie es dem Wald geht – diese Antwort können dementsprechend am besten die Forstbetriebsgemeinschaften beantworten. Zumindest aus Goch hat der Kreis pünkltich zum Ausschuss eine Antwort erhalten: Dort werden kreiseigenen Laubholzflächen von rund 12,8 Hektar betreut. Vier der letzten fünf Jahre waren demnach extrem trocken und haben den Bäumen stark zugesetzt. Die Schäden in den Waldflächen des Kreises Kleve jedoch seien überschaubar. Es handelt sich vornehmlich um Schäden an einzelnen Bäumen, die entweder bei der forstlichen Bewirtschaftung entnommen werden oder auch als ökologische Bereicherung im Wald belassen werden können.

Das Spektrum der Baumarten ist übrigens vielfältig: Es reicht von Stieleiche, Rotbuche und Vogelkirsche bis zu Aspe, Erle, Pappel, Weiden sowie Baum- und Straucharten der Waldrandzone. Aus Sicht der Forstbetriebsgemeinschaft gibt es keine Notwendigkeit, die Waldflächen kurz- oder mittelfristig umzubauen. Sie sollen stattdessen durch forstliche Maßnahmen gepflegt und weiterentwickelt werden. „Aus Sicht der Verwaltung wird aufgrund der fachlich fundierten Betreuung der kreiseigenen Flächen durch die Forstbetriebsgemeinschaften kein Anlass für weitere Maßnahmen gesehen“, heißt es vom Kreis.