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Kleve: Slam-Poeten sind in der Stadt

Kleve : Slam-Poeten sind in der Stadt

Am Freitag, 8. Juni, steigt um 20 Uhr im Radhaus am Sommerdeich nun schon zum vierten Mal der Klever Poetry Slam. Mit dabei sind auch Sebastian Rabsahl alias Sebastian23 und Wolf Hogekamp.

Was im Frühjahr 2009 als Versuchsballon gestartet und sich inzwischen auch auf der anderen Rheinseite in Emmerich fest etabliert hat, findet inzwischen immer mehr Anhänger. Rund 250 begeisterte Jugendliche und auch so manch "älteres Semester" besuchten den Klever Poetry Slam im letzten Jahr und gingen danach mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen nach Hause. Am Freitag, 8. Juni , steigt um 20 Uhr im Radhaus am Sommerdeich nun schon zum vierten Mal der Klever Poetry Slam.

Erfolgsgaranten sind die Hauptakteure: Sebastian Rabsahl alias Sebastian23 und Wolf Hogekamp. Seit vielen Jahren sind die beiden Slam Poeten auf nationalen und internationalen Bühnen unterwegs. Zuletzt tourten sie auf Einladung des Goethe-Institutes durch die Vereinigten Staaten, dem Mutterland des Poetry Slams. Dort startete die Bewegung vor mehr als 20 Jahren. Sebastian23 ist Magister der Philosophie und der "Mann mit der Mütze". Wortgewandt, lustig und locker moderiert er Workshops und Slam Veranstaltungen und versteht es hervorragend, den jugendlichen Neulingen Mut und Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu vermitteln.

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Zum zweiten Mal in Kleve mit dabei ist der "Vater" des deutschsprachigen Poetry Slams, Wolf Hogekamp. In Kleve geboren, verschlug es den Filmemacher, Slam-Master und Slam Poeten vor vielen Jahren zum Studium nach Berlin. Dort gründete er 1994 den ersten Poetry Slam in Deutschland und gilt damit als Pionier der deutschen Poetry Slam-Szene. Was Poetry Slam ist? Eine moderne, lebendige Form des "Dichterwettstreits", vor mehr als 20 Jahren in Amerika entstanden und zunehmend in Deutschland bei jungen Leute populär. Erlaubt ist was gefällt: Klassische Lyrik, experimentelle Dichtung, Rap, Kurzgeschichten, Improvisationen — jedes mit (eigenen) Worten mögliche Variantenspiel.

Die einzige feste Größe ist die Überraschung — im positiven Sinn. Eingebettet ist das Ganze in einen spielerischen Wettkampf um die Gunst des Publikums, das durch seinen Applaus den Sieger des Abends bestimmt. Und weil bei einem guten Poetry Slam die Musik nicht fehlen darf, wird auch der 4. Klever Poetry Slam im Radhaus wie gewohnt ordentlich gerockt: Dafür sorgen die beiden Bands "The Firestone" und "Eternal Interlude".

Für alle, die bisher noch keine eigenen Texte geschrieben haben oder denen der Mut zu einem Auftritt fehlt, gibt es am 8. Juni, 14.30 bis 18 Uhr, einen Workshop mit Sebastian23 und Wolf Hogekamp im Berufskolleg in Kleve. Dort lernt man schnell, wie aus den Eindrücken des Alltags ein Text entsteht, wie man diesen richtig vorträgt und aufder Bühne ruhig und gelassen bleibt. Wer im Workshop genügend Mut entwickelt hat, kann schon am Abend erste Bühnenerfahrung sammeln.

(RP/url)