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Silvester 2020 im Kreis Kleve: Die Bilanz von Polizei und Feuerwehr

Silvester im Kreis Kleve : Unfall kurz vor Mitternacht – Party in Hotel aufgelöst

Ein Betrunkener verursachte in Bedburg-Hau einen Unfall, in Wachtendonk musste in einem Hotel eine ausschweifende Party beendet werden. Ansonsten meldet die Polizei ein deutlich ruhigeres Silvester als in den vergangenen Jahren.

Die Silvesternacht ist deutlich ruhiger verlaufen als in den vergangenen Jahren. Das teilte Polizeisprecherin Anna Stammen am Neujahrstag auf Anfrage unserer Redaktion mit. „Die Qualität der Einsätze war auch eine andere als in den Jahren zuvor“, sagte Stammen. So hätten weniger Leute in Gewahrsam genommen werden müssen, weil es keine großen Silvester-Partys gegeben habe. Auch die Einsätze wegen Sachbeschädigung durch Feuerwerkskörper sind zurückgegangen. Es habe eine Anzahl von Ruhestörungsmeldungen gegeben, bei den meisten habe man es aber bei einer Ermahnung belassen können. Die Polizei war auch in diesem Jahr mit einer erhöhten Präsenz im Einsatz. Eine ausschweifende Silvester-Party in einem Hotel in Wachtendonk-Wankum musste aufgelöst werden. Sie war nicht mit den Regeln der Corona-Schutzverordnung zu vereinbaren.

Zehn Minuten vor Mitternacht war es auf der Sommerlandstraße in Bedburg-Hau zu einem Unfall gekommen. Ein 33-jähriger Niederländer war in Höhe der Einmündung Friedensstraße nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und mit seinem Ford Ka in einem frisch gepflügten Feld stecken geblieben. Der Fahrer und zwei weitere Insassen, eine 30 und eine 35 Jahre alte Frau aus den Niederlanden, blieben unverletzt. Polizeibeamte stellten nach ihrer Ankunft einen deutlichen Alkoholgeruch in der Atemluft des Fahrers fest und nahmen ihn für eine Blutprobe mit zur Wache. Dort stellte sich dann noch heraus, dass der Fahrer nicht nur unter dem Einfluss von Alkohol gefahren ist, sondern auch Drogen konsumiert hat. Ihn erwartet jetzt eine Anzeige, sein Führerschein wurde sichergestellt. Der Ford wurde von einem Abschlepper aus dem Feld gezogen.

Die Feuerwehr Bedburg-Hau meldete, dass zum Jahreswechsel in Schneppenbaum im Bereich Alte Bahn und Peter-van-de-Flierdt-Straße sogenannte Himmelslaternen aufgestiegen sind. Diese Laternen sind in Nordrhein-Westfalen verboten. Wer sie trotzdem steigen lässt, dem droht ein Ordnungsgeld in Höhe von 1000 Euro. Die Himmelslaternen sind sowohl bei ihrer Flugrichtung als auch bei ihrer Flughöhe nicht kontrollierbar, sie können bis zu mehrere Kilometer weit fliegen und Brände auslösen. In der Silvesternacht 2019 hatten Himmelslaternen das Affenhaus des Krefelder Zoos in Brand gesteckt. Bei dem Brand kamen etwa 50 Tiere ums Leben, die drei Frauen, die sie haben steigen lassen, wurden zu Geldstrafen von bis zu 9000 Euro verurteilt.