Kalkar: Sie geben Kalkar das Gesicht

Kalkar: Sie geben Kalkar das Gesicht

Die Stadt- und Thementouren sind ein unverzichtbarer Baustein für das Tourismus-Angebot in Kalkar: 8410 Gäste nahmen im vergangenen Jahr daran teil. Das Rathaus würdigt das große Engagement der ehrenamtlichen Führer.

Sie kommen aus Aachen, Mönchengladbach, Düsseldorf, dem Bergischen Land, dem rheinischen Teil des Ruhrgebietes oder auch aus Kleve und den Niederlanden. Die Stadtrundgänge und insbesondere Führungen zu Themen wie zur Geschichte der Juden oder Bier- und Kräutertouren hätten sich nach zehn Jahren zum unverzichtbaren Baustein des Tourismusangebotes in Kalkar entwickelt, zog Harald Münzner eine positive Bilanz. Der Leiter der Stabsstelle für Kultur und Tourismus im Kalkarer Rathaus betonte, das Stadtführer-Team registriere mit "gewissem Stolz", dass Kalkar damit im Kreis bereits früh einen Trend gesetzt habe und viele Kommunen sowie Marketing-Gesellschaften in den vergangenen Jahren ähnliche Programme entwickelt hätten.

Neue Angebote

Kalkar bietet zum bewährten ein neues Programm an: Im ersten Halbjahr seien unter anderem die kombinierte Museums- und Kirchenführung "Jan Joest in der Stadt", eine Märchen-, eine Frauengeschichts- und eine Radtour sowie eine Busexkursion nach Huis Bergh im Angebot, so Münzner. 509 Gruppen hätten für 8410 Gäste im Jahr 2009 Führungen gebucht. Die Zahl sei leider um 3858 im Vergleich zu 2008 gefallen, weil das Wunderland keine Fahrten mehr in den Stadtkern angeboten habe. Dennoch hofft der Kalkarer Tourismus-Chef, dass die Freizeitstätte bald wieder Besucher schickt. Der Renner bei den Thementouren sei das Tagesangebot "Kunst & Kulinarisches", das 731 Personen im vergangenen Jahr genossen hätten. "Allein durch dieses Programm hat die Gastronomie wohl 30 000 Euro Umsatz gemacht", schätzt Münzner.

Einzigartig bundesweit

"Bundesweit einzigartig" sei, dass jede Kommune im Kreis Kleve einen Platz für Wohnmobile habe. In Kalkar seien im vergangenen Jahr 3009 Fahrzeuge gezählt worden, berichtete der Leiter der Stabsstelle.

Zu gut drei Dutzend Touren lade die Stadt ein, erklärte Münzner. Diese Marketingaktivitäten ließen sich mit anderen Präsentationen gut verbinden. Das seien der Freizeitmarkt am 21. März, die Niederrheinischen Reisemobiltage, Kalkar in Blüte, die Kreis Klever Kultourtage oder das Pilgerprojekt Europe Compostella 2010. Doch ein Gesicht bekommt Kalkar für die Gäste durch die ehrenamtlichen Werber, die mit interessanten Geschichten und fundiertem Wissen über die Kalkarer Besonderheiten plaudern. "Ohne das Stadtführer-Team mit den 17 Frauen und Männern wäre das Veranstaltungsangebot nicht zu gewährleisten", würdigte Münzner das Engagement. Dazu gehöre der Wochenend-Dienst in der Touristik-Information oder die Stand-Präsentationen auf Messen und Märkten.

(RP)