Bedburg-Hau: Sex, Drogen und Rock 'n' Roll: Tagung in der LVR-Klinik

Bedburg-Hau : Sex, Drogen und Rock 'n' Roll: Tagung in der LVR-Klinik

Unter dem Motto "Come together (komm zusammen) – Nähe, Distanz und deren Folgen für die Behandlung" hat gestern die dreitägige Fachtagung "Sex & Drugs & Rock 'n' Roll" begonnen. Rund 350 Teilnehmer widmen sich in der der LVR-Klinik Bedburg-Hau einem oft tabuisierten Themenbereich: Der emotionalen Beziehungsstruktur in der forensischen Psychiatrie.

Unter dem Motto "Come together (komm zusammen) – Nähe, Distanz und deren Folgen für die Behandlung" hat gestern die dreitägige Fachtagung "Sex & Drugs & Rock 'n' Roll" begonnen. Rund 350 Teilnehmer widmen sich in der der LVR-Klinik Bedburg-Hau einem oft tabuisierten Themenbereich: Der emotionalen Beziehungsstruktur in der forensischen Psychiatrie.

Die Fachtagung findet zum 19. Mal statt und ist eine der führenden forensischen Veranstaltungen in Deutschland. Die LVR-Klinik Bedburg-Hau stellt in Nordrhein-Westfalen eine der größten Einrichtung zur Behandlung, Betreuung und Pflege psychisch und neurologisch erkrankter Menschen dar.

Dr. Jack Kreutz, Fachbereichsleiter Forensik der LVR-Klinik Bedburg-Hau, erläutert das diesjährige Thema der Fachtagung: "In der forensischen Psychiatrie ist das Pendeln zwischen Nähe und Distanz ein hochkomplexer Risikobereich und beinhaltet ein ähnlich hohes Zerstörungspotenzial. Verbotene Liebe zwischen den in der Forensik untergebrachten Menschen und den Klinikbeschäftigten ist dabei nur eines von vielen Beispielen."

  • Emmerich : "LVR-Klinik-Start" vergibt weitere Stipendien
  • Radsport : Bloemen hat Führung übernommen
  • Jugendfußball : Kleves B-Junioren hoffen auf Zähler

Die Vorträge und Workshops beschäftigen sich mit einem breiten Spektrum, in dem jedoch nicht nur problematische Auswirkungen von emotionalen Grenzüberschreitungen auf beiden Seiten näher betrachtet werden. Auch die therapeutischen Erfolge durch Distanz stehen im Mittelpunkt. Die Arbeitsgruppe "Hund hinter Gittern" betrachtet die Bedeutung des Hundes in der Therapie als "Freund des Menschen", der aufgrund seiner positiven und beruhigenden Wirkung eingesetzt wird. Den Abschluss der Fachtagung bilden am dritten Tag Vorträge, die sich mit der Dramatherapie, Macht und Gewalt in der Forensik sowie dem System des Maßregelvollzugs beschäftigen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE