Kleve: Seltene Schwarzstörche nahe Kekerdom entdeckt

Kleve : Seltene Schwarzstörche nahe Kekerdom entdeckt

Sie wurden mehrmals in der Luft gesichtet, aber am Boden wurden sie im Umland bisher selten gesehen. Umso mehr staunte der Klever Naturfotograf Franz-Josef Killewald, als er in der Millinger- und Kekerdomer Waard Schwarzstörche entdeckte.

Seit einigen Wochen haben sich die seltenen Tiere in dem Naturgebiet drei Kilometer jenseits der Grenze niedergelassen.

Glück und Geduld

"Mit etwas Glück und Geduld kann man sie vom Düffeldijk beobachten", sagt Killwald. Mit einem Teleobjektiv hat der Klever die scheuen Tiere abgelichtet, die zwischen Millinger- und Kekerdomer Waard pendeln. Unermüdlich würden sie in den seichten Gewässern nach Fischen, Fröschen und Wasserinsekten stochern. "Ich habe beobachtet und mit Fotos belegt, dass sie problemlos ihr Nahrungshabitat mit ihren Verwandten, den Weißstörchen sowie anderen Spezies wie Löffler, Grau- und Silberreiher teilen", so Killewald.

Den Schwarzstorch zu Gesicht zu bekommen, ist nicht leicht. Die Vögel leben meist zurückgezogen in Wäldern mit Lichtungen und Gewässern. Sie sind sehr empfindlich gegenüber Störungen und meiden daher meist menschliche Siedlungen. Während die Zahl der Brutpaare in NRW bei rund 50 liegt, ist ihre Population in Osteuropa bedeutend größer. In Polen sowie in Weißrussland gibt es rund 1000 Schwarzstorchpaare. Doch lange werden die Schwarzstörche nicht in der Gegend bleiben. Schon in nächster Zeit werden die Tiere das Naturgebiet an der Waal verlassen und zum Überwintern in den Süden fliegen. Dann ziehen die Vögel nach Portugal, Spanien oder ins Nigerdelta nach Westafrika.

(RP/jul)
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