Schützen- und Kirchenjubiläum in Kehrum

Kalkar : Zwei Gründe zum Feiern in Kehrum

Die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft hat mit Hubert Hanenberg einen neuen König. Während des großen Kirmeswochenendes wird auch der 50. Geburtstag des Gotteshauses gefeiert.

(RP) In Kehrum gibt es am ersten August-Wochenende gleich zwei sehr gute Gründe zum Feiern: Kehrum hat einen neuen Schützenkönig und die St.-Hubertus-Kirche feiert ihren 50. Geburtstag. Doch der Reihe nach: Bei Sonnenschein waren die Mitglieder der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft angetreten, um auf der Schießanlage im Baukamp Nachfolger für das Königspaar Johannes Brücker und Edith Gochermann zu ermitteln. Bei den Preisen waren Oliver van Gemmeren, Guido Kremer, Johannes Brücker und Raymon Siebelink erfolgreich. Auch die Jungschützen waren eifrig: Celine de Lange, Antonia Beckmann, Carolin Bongers und Malin de Lange holten sich die Preise und beim Rest des Vogels machte erneut Antonia Beckmann kurzen Prozess und errang die Prinzessinnenwürde. Sie tritt damit die Nachfolge von Schülerprinz Matthias Kronen an. Währenddessen wurde es bei den Senioren spannend. Gleich drei Schützen folgten dem Kommando „Königsbewerber vortreten“. Gegen 21.15 Uhr brach Applaus aus, denn der Königsvogel war nach dem 54. Schuss von der Stange gefallen. Hubert Hanenberg wird mit seiner Königin Marion Nickisch die Kehrumer Schützen 2018/2019 vertreten.

Sowohl der König als auch alle Minister des Throngefolges sind sehr aktive Fahnenschwenker und aus der Bruderschaft und dem Dorfleben nicht wegzudenken. Folgende Paare stehen dem Königspaar zur Seite: Lothar und Maria Derksen, Aloys und Rita Kannenberg, Gerd und Ulla Koppers, Hubert und Ilona Perau, Peter und Maria Sander sowie Ludger und Ingrid Schultz.

Dieses Kirmeswochenende wird nicht nur für das Königspaar, das Throngefolge und alle Schützen etwas Besonderes. Auch Pastor Alois van Doornick freut sich, denn die junge Wilde unter „seinen“ Kirchen, die Kehrumer St.-Hubertus-Kirche, wird 50 Jahre alt. Die Geschichte des Gotteshauses ist eine vergleichsweise kurze, aber sehr beeindruckende. Denn es ist in erster Linie der Kreativität, dem Fleiß und der Frömmigkeit der Kehrumer Bevölkerung in den Nachkriegsjahren zu verdanken, dass am 4. August 1968 das neue Gotteshaus eingeweiht werden konnte. Und nicht zuletzt die vielen eingesammelten „Milchpfennige“ bildeten das Fundament. Die offene und schlichte Altarraumgestaltung hat noch manche harte D-Mark gekostet. Mit den Umbaumaßnahmen von 2013, unterstützt vom Bistum mit Anbau, Doppelverglasung und Pfarrheimintegrierung ist die Kirche noch mehr Ortsmittelpunkt geworden. Das Umfeld wird ehrenamtlich bestens in Schuss gehalten, der Spielplatz ist Anziehungspunkt, der Pfarrheimbereich hat schon viele Feste gesehen. Und wer ein eindrucksvolles Glaubenszeugnis in der heutigen Zeit erleben möchte, dem sei der Besuch eines modernen „Gott-to-go“-Gottesdienstes empfohlen. Die Feierlichkeiten beginnen am 4. August ab 20 Uhr mit einer Schlagerparty.

Während des feierlichen Jubiläumsgottesdienstes am Sonntag (5. August um 10 Uhr) erhält das neue Königspaar die Insignien. Im Anschluss wird die Fotoausstellung zum Kirchenjubiläum eröffnet. Danach geht es zur Kranzniederlegung und beim Frühschoppen im Festzelt wird gefeiert. Außerdem sind Aktivitäten in und um die Kirche geplant: es wird ein Sommerbiathlon veranstaltet, eine Cafeteria angeboten . Am Kirmesmontag wird Kehrum ganz früh von vielen Takten Marschmusik des Tambourcorps geweckt. Um 17.30 Uhr treten die Schützen an der Kirche an, um das neue Königspaar an der Gaststätte Perau abzuholen. Um 18.30 Uhr ist die Parade und das Fahnenschwenken am Festzelt und ab 20 Uhr wird die Band „Sunset“ zum Höhepunkt des Schützenfestes, dem Krönungsball, so richtig einheizen. Von Samstag bis Montag ist der Eintritt ins Festzelt frei. Die St.-Hubertus-Bruderschaft sowie das Team von Festwirt Ludger Wulle freuen sich auf eine „pläsierige Kermes!“

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