Schloss Moyland: Der Umwelt zuliebe wird der Weihnachtsmarkt teurer

Schloss Moyland : Weihnachtsmarkt – nachhaltig und teurer

Nach Besucherbeschwerden über Plastik-Müll beim Moyländer Weihnachtsmarkt setzt das Organisationsteam auf mehr Nachhaltigkeit. Deshalb wird der Eintritt von fünf auf 7.50 Euro deutlich erhöht werden – der Umwelt zuliebe.

Der Kunsthandwerker- und Weihnachtsmarkt in Moyland wird deutlich teurer – von fünf Euro auf 7,50 Euro.. Der Umwelt zuliebe, sagt das Organisationsteam von Gemeinde  und Stiftung Museum Schloss Moyland. „Es hat im vergangen Jahr viele Beschwerden der Besucher gegeben, dass auf dem Markt zu viel Müll anfällt“, sagt Anastasia Kufeld, die für die Gemeinde  Mitorganisatorin des Marktes ist.  Also habe man schon seit Januar diskutiert, wie man die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Sicherheit besser in den Markt einbringen kann.

„Uns war von Beginn an klar, dass das dann auch teurer wird“, sagt Kufeld. Doch das Thema Nachhaltigkeit müsse einen sehr hohen Stellenwert  in einem besonderen Markt wie Moyland haben – schließlich wolle man den Markt noch besser gestalten. Vor allen in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Angebote und vor allem auch mit Blick auf den Müll. „In diesem Jahr werden wir das auch umsetzen – und deshalb müssen wir die Preise erhöhen“, sagt Kufeld. Nach den ersten Plänen in Januar habe es mehrere Nachbesprechungen gegeben, schließlich seien, nachdem man festgestellt habe, was zu finanzieren sei, die höheren Eintrittspreise durch das Organisationsteam  beschlossen worden.

Künftig werden alle Leuchtmittel durch LED-Lampen ersetzt, werden zur Dekoration nur noch einheimische Nadelbäume genutzt und dürfen nur noch Naturgirlanden die Buden verzieren, die von der Gemeinde aufgestellt werden. „Im vergangenen Jahr hatten die Aussteller schon auf Papiertüten umgestellt, doch auch das soll noch besser werden“, sagt Kufeld. Ab diesem Jahr bekommen die Aussteller von der Gemeinde Stoff-Taschen, in denen die Einkäufe versorgt werden können. Diese Taschen werden wohl auch einheitlich gestaltet und sollen vom schönen sauberen Markt in Moyland künden.  Ein weiteres Ärgernis vor allem bei den Besuchern war das viele Plastikgeschirr. Das fällt nicht nur bei den Buden des Betreibers vom Museums-Café an, der ja auch das Catering des Weihnachstmarktes hat, sondern auch bei den Ständen der Gemeinde, die beispielsweise im „Aussteller-Café“ die Kunsthandwerker versorgt. Hier soll es künftig recyclebares Geschirr und Pfandbecher für die Leckereien am Rande des Marktes geben.

„Auch das wird teurer und muss in die Kalkulation des Eintrittspreises mit einfließen“, erklärt Kufeld. In der Diskussion steht auch die Frage, ob die Gemeinde ein Spülmobil fürs Geschirr stellt – aber da ist noch keine Entscheidung gefallen.

Bleibt das Thema Sicherheit: „Das hat allgemein zu hohen Mehrausgaben geführt, die jedoch unerlässlich sind“, sagt Kufeld. Zusätzlich seien viele Ersthelfer und Sicherheitsleute für einen sicheren und ungezwungenen Aufenthalt beim Markt im Park von Museum Schloss Moyland unerlässlich. All das kostet - und wird auf den Eintrittspreise umgelegt, der jetzt pro Person so viel kostet, wie der Museumseintritt: 7,50 Euro. Wichtig ist Kufeld, dass der Markt aber auch weiterhin zu den ganz besonderen in der Region gehören soll und bestes, ausgesuchtes Kunsthandwerk bieten will.

„Wir werden nicht an der gewohnten Qualität rütteln, einzigartiges Kunsthandwerk anzubieten“, verspricht Anastasia Kufeld. Von der wunderbaren Atmosphäre im abendlich-nächtlichen Park in seinem Lichterglanz ganz zu schweigen. Der kostenlose Pendelbusverkehr und freies Parken in unmittelbarer Nähe des Marktes sei hingegen weiter garantiert, versprechen die Organisatoren.

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