Kleve/Emmerich: Schlösschen Borghees zeigt Bilder von Ursula Subke

Kleve/Emmerich: Schlösschen Borghees zeigt Bilder von Ursula Subke

Die Dame zeigt Bein. Sie wirkt, wie aus den 1930er Jahren, als Tamara de Lempicka starke Frauen malte. Der weit geschnittene Mantel gibt die schlanken Beine frei, der Ausschnitt ist tief. Tief wie der Zug, den die Frau im roten Mantel draußen auf dem Kopfsteinpflaster aus der Zigarette nimmt, die sie zwischen den gestreckten Zeige- und Mittelfingern hält. "Ich liebe Farben", sagt Ursula Subke mit Blick auf den knallroten, doppelreihig geknöpften Mantel.

Das zeigt auch das schemenhafte Doppelporträt gleich daneben: Mann und Frau im Profil tauschen Blicke. Die Kleverin malt Landschaften, Menschen und Tiere. Mal gegenständlich, mal abstrakt. Ab Sonntag, 4. Februar, 11.30 Uhr, werden ihre Bilder im Schlösschen Borghees an der Hüthumer Straße gezeigt. Titel "Magie der Farbe". 44 Arbeiten präsentiert die Ausstellung im "Schlösschen".

Zur Eröffnung gibt es ein Klassik-Konzert mit Nathalie Schmalhofer (Violine) und James Maddox (Klavier), anschließend gibt Prof. Heinz Falk eine Einführung in die Ausstellung. "Wir versuchen immer heimischen Künstlern hier in Borghees eine Plattform zu bieten", sagt Emmerichs Kulturamtsleiter Michael Rozendaal.

Subke "lernte" Kunst bei Paul Theissen, dem das Klever Haus Koekkoek jüngst eine große Retrospektive widmete. Außerdem ging sie in Kurse von Christiane Theissen und Gerd Borkelmann. Von Zeichner Martin Lersch lernte sie an der Kunstschule Gaesdonck Porträtzeichnung und holte sich Tipps in Sachen Malerei von Andreas Schön.

  • Emmerich : Ursula Subke malt die Magie der Farbe

Subke sucht sich ihre Motive aus einer ganzen Palette von Anregungen, malt aus der Erinnerung - beispielsweise Orte in der Toskana, die sie bereiste. Aber auch Gänse und Elefanten verewigt sie auf ihren Bildern, natürlich die beiden Enkelinnen. "Ich mag es Menschen zu malen", so Subke, die vornehmlich mit Acryl- und Ölfarbe arbeitet.

Die Ausstellung ist bis zum 1. April im Schlösschen zu sehen.

(mgr)