1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Kleve: Schleuse für zwei Jahre offen

Kleve : Schleuse für zwei Jahre offen

Laut Wasser- und Schiffahrtsamt Duisburg soll die Schleuse in Brienen bis September betriebssicher gemacht werden. Dann soll sie erstmal zwei Jahre geöffnet bleiben. Die Kosten dafür werden auf 100 000 Euro geschätzt.

Kleves Wassersportvereine können aufatmen — vorläufig. Die Schleuse in Brienen soll bis September wieder betriebssicher gemacht werden. Das sicherte der für die Bundeswasserstraßen zuständige Abteilungsleiter im Bundesverkehrsministerium, Reinhard Klingen, bei einem Vor-Ort-Termin Bürgermeister Theo Brauer zu. Zumindest in den kommenden zwei Jahren soll sie geöffnet werden können.

Die Kosten für die vorläufige Inbetriebnahme sollen sich auf rund 100 000 Euro belaufen, sagt der Pressesprecher der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, Bernd Schönfelder. "Das ist aber nur eine grobe Schätzung, wir müssen jetzt erst einmal die Ausschreibung abwarten", so Schönfelder. Die Kosten bezögen sich ausschließlich auf die Maßnahmen, die für einen zweijährigen Betrieb nötig seien. "Wird die Schleuse komplett erneuert, würde das bis zu 13 Millionen Euro kosten", schätzt der Sprecher.

Das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein hatte die Schleuse im März zu einer routinemäßigen Bauinspektion trockengelegt und festgestellt, dass ein sicherer Betrieb nicht mehr gewährleistet werden kann. Mit der Öffnung bereits im September sollen nun zumindest Sportboote, die am Griethausener Altrhein liegen, rechtzeitig ihr Winterlager erreichen. "Wir wissen, dass der Zeitplan ambitioniert ist und es hängt auch von den Firmen ab, die die Bauarbeiten übernehmen. Aber die Menschen sollen keine Sorgen darüber haben, ob wir die Schleuse vor dem Winter noch öffnen", so Schönfelder. Die kommenden zwei Jahre sollen dazu genutzt werden, eine umfassende Untersuchung der Bausubstanz sowohl der Schleuse als auch der Ufereinfassung vorzunehmen. Vor allem aber sollen neue Konzepte zum Erhalt entwickelt werden.

  • Kleve : Bürgermeister Brauer: "Ich bin guter Dinge"
  • Kleve : Schleuse Brienen vor dem Aus
  • Kleve : Kleve braucht die Schleuse

Kurt Pieper, Geschäftsführer des Wassersportclubs Kleve, zeigt sich erleichtert. "Zunächst freut uns die Nachricht natürlich", sagt Pieper. Man habe die Verunsicherung der Daueranleger im Hafen gemerkt, rund ein Viertel weniger seien in diesem Jahr gekommen. "Wir drängen aber weiterhin auf eine langfristige Lösung für alle Wassersportvereine", so Pieper. Die Inbetriebnahme der Schleuse bedeutet auch, dass die Gebäude der Hochschule Rhein-Waal, die derzeit am Ufer des Spoykanals entstehen, rechtzeitig am Tag ihrer Eröffnung an einer befahrbaren Wasserstraße liegen werden. Auch für die Planer des neuen Rilano Hotels in Kleves Unterstadt sind die Nachrichten von der Schleuse erfreulich. Hotelmanagerin Elke Vogel hatte in der von der RP und der Volksbank Kleverland präsentierten Zukunftswerkstatt zum Thema auf die Bedeutung der Wasserstraße für den Klever Tourismus hingewiesen.

Internet Mehr unter www.rp-online.de/kleve

(RP/url)