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Kleve: Schenkung fürs Kurhaus

Kleve : Schenkung fürs Kurhaus

Das Klever Museum hat eine Sammlung von Werken des Malers Carl Schneiders erhalten. Den Kontakt hat das Rheinische Archiv für Künstlernachlässe hergestellt. Bereits 2010 gab es im Museum eine Fachtagung.

Kleve/Bonn "Im Kleverland verdichten sich die Biografien einiger Künstler, manche schneiden sich sogar", sagt Dr. Roland Mönig vom Museum Kurhaus. Dies sei zum Beispiel bei Beuys und Mataré so gewesen. Kein Zufall also, dass das Archiv für Künstlernachlässe (RAK), Bonn, im Oktober 2010 ein Symposium mit dem Thema "Künstlernachlässe - Segen oder Fluch?" im Museum Kurhaus veranstaltet hat. Die nun erschienene Jahresschrift des Archivs mit dem Titel "anno RAK" beschäftigt sich mit Essays und wissenschaftlichen Aufsätzen zu der Fachtagung und weiteren Projekten. Ihr Vorstellung war gestern mit einer Schenkung von Bildern des Maler Carl Schneiders verbunden.

Private Einblicke

"Gerade in schriftlichen Künstlernachlässen finden sich Beweise für Kontakte von Künstlern untereinander, für einen sozialem Kontext, der aus den Werken heraus nicht ableitbar ist", erklärt Daniel Schütz vom RAK. Passenderweise ziert ein Brief des Malers Douglas Swan das Titelbild, in dem er über ein Treffen mit Joseph Beuys berichtet und über den er sagt "I was very impressed!". So war es auch das RAK, das den Kontakt zwischen der Tochter des Malers Carl Schneiders und dem Museum Kurhaus herstellte. Das Archiv verwaltet den Nachlass des Künstlers. Schneiders wurde 1905 in Aachen geboren. Er war Schüler von Klee und Kandinsky sowie Meisterschüler von Karl Hofer. Schneiders war ein Vertreter der gegenständlichen Malerei, er arbeitete figürlich und sachlich reduziert.

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Im August 1951 entstanden elf Temperablätter aus der Umgebung von Grietherort und Rees. Die Tochter von Schneiders, Gabriele Schneiders, erinnert sich noch lebhaft an den Ausflug an den Niederrhein.

"Mein Vater hat den Niederrhein sehr geliebt", erzählt sie. Er sei von der Stimmung und wie das Licht in die Landschaft fiel, begeistert gewesen. Die damals entstanden Bilder wurden nun dem Museum Kurhaus als Schenkung übergeben.

Dankbar für Schenkung

"Wir sind für die Schenkung sehr dankbar. Schneiders war wie Mataré ein Aachener Künstler, seine Bilde sind für uns ein unglaublicher Zugewinn. Dank gilt auch dem RAK für die Vermittlung", sagte Mönig anlässlich der offiziellen Übergabe. "Die Bilder sind am Niederrhein entstanden und gehen wieder zurück an den Niederrhein", freut sich Gabriele Schneiders. Sie sei überzeugt davon, dass es auch ihrem Vater gefallen hätte. Übrigens: Schneiders war ein Freund von dem Maler Hermann Teuber, der ein Teil seines Werks in Kalkar schuf. Am Niederrhein schneidet sich halt so manche Künstlerbiografie.

(lukra)