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Kleve: Sammlung der Klever Museen ausbauen

Kleve : Sammlung der Klever Museen ausbauen

Der Freundeskreis der Klever Museen blickt nach vorn: Die Aufgaben zur Museumserweiterung Kurhaus sind gelöst, die Stiftung Haus Koekkoek hat eine künstlerische Leitung. Die Mitgliederzahl ist mit weit über 1600 Mitgliedern hoch.

Zeit zum Luftholen will man sich beim Freundeskreis der Klever Museen nicht nehmen. Der mit weit über 1600 Mitgliedern größte Verein in der Stadt legte jetzt eine ausgeglichene Bilanz vor. Die Finanzen stimmen, trotz der Aufgaben, die es zu lösen galt, und die eigentlich nahe an die Belastungsgrenze für einen ehrenamtlich geführten Förderverein gingen. So musste der Freundeskreis für die Klever Museen das Museum Kurhaus bei der Erweiterung ideel und politisch ebenso stützen, wie mit einer beträchtlichen finanziellen Unterstützung von 500 000 Euro durch den Verein für diesen Neubau. Das nahm den Verein finanziell stark in Anspruch, wurde aber gestemmt.

 Kann optimistisch in die Zukunft blicken: Ulrike Sack, Vorsitzende des Freundeskreises der Klever Museen.
Kann optimistisch in die Zukunft blicken: Ulrike Sack, Vorsitzende des Freundeskreises der Klever Museen. Foto: Gottfried Evers

Gestemmt wurde auch das andere Problem: Die Koekkoek-Stiftung leidet wie alle anderen Stiftungen bundesweit unter der Niedrigzinsphase: Die Erlöse aus dem Stiftungskapital schmelzen dahin. Der Verein startete unter seiner neuen Vorsitzenden Ulrike Sack die Initiative "Haus Koekkoek durch den Winter bringen". Inzwischen künden sich auch zum Koekkoek-Winter erste Frühlingsboten an: In langen Verhandlungen mit den Stiftern sei gemeinsam eine Lösung für die Zukunft von Haus Koekkoek gefunden worden: "Hier wird Ursula Geisselbrecht als ,Dame des Hauses' dem Palais Gesicht und Programm geben", sagt die Vorsitzende des Freundeskreises.

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Ulrike Sack, die den Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Klaus Hommel nach der Wiedereröffnung des Kurhauses übernommen hat, kann optimistisch in die Zukunft blicken. "Wir werden als kultureller Verein so attraktiv sein, dass eine Mitgliedschaft in unserem Verein einfach zum kulturellen Leben dazugehört", gibt sie als Ziel vor. Zumal Kurhaus und Koekkoek zu den attraktivsten kulturellen Anlaufpunkten der Stadt und der Region gehören, sagt sie.

Der Verein werde sich weiter "intensiv für die Belange einsetzen, die das Museum und das kulturelle Leben in der Stadt berühren", sagt Sack. So, wie bei der Diskussion um die Bebauung der Nachbarschaft von Haus Koekkoek, als die Arbeitsgemeinschaft "Koekkoekstege" gegründet wurde: "Ich bin stolz auf das Engagement der Mitglieder, die sofort die richtigen Fachkräfte versammelten und fundiert Stellung bezogen haben. Wir werden so lange an diesem Thema dran bleiben, bis es gelöst ist", sagt sie.

Der Verein werde weiterhin Ankäufe finanziell unterstützen und die Klever Kunstsammlung ausbauen. Erst jüngst habe man das Koekkoek-Gemälde "Souvenir de Cleve" bezahlen können. Das Gemälde sei derzeit an Moyland für die Ausstellung "Der Himmel so weit" ausgeliehen. Im Kurhaus begrüßt sie die neue Einrichtung durch Museums-Direktor Harald Kunde. Der Weg, den er für das kulturelle Klever Aushängeschild eingeschlagen habe, sei bisher mit spannenden Ausstellungen und der neuen Einrichtung erfolgreich. Sie begrüßt auch Kundes Pläne, der Museumspädagogik im Haus eine neue Heimat zu geben. Der hatte zum Antritt versprochen, die Pädagogen, die Woche für Woche ihre Gruppen im Kurhaus betreuen, aus dem Keller der Wunderkammer herauszuholen.

Die Fahrten und die Führungen durch die Ausstellungen im Kurhaus und im Haus Koekkoek werden weiter angeboten. Leider müsse die Fahrt nach Israel angesichts der angespannten Situation in Palästina ausfallen. "Wir fahren stattdessen in die Provence", erklärt sie. Der Museumsreporter erscheint weiterhin einmal im Jahr. Auf seiner Mitgliederversammlung wählte der Verein Rose Wörner und Gerard Lemmens einstimmig als neue Ehrenmitglieder.

(RP)