Kreis Kleve: Rübenkampagne bringt einen neuen Ernterekord

Kreis Kleve : Rübenkampagne bringt einen neuen Ernterekord

Es ist schon von weitem gut sichtbar: Der Schornstein der Zuckerfabrik in Appeldorn raucht nicht mehr. Das deutliche Signal, dass die Rübenkampagne vorbei ist. Diesmal brachten die Lieferanten so viele Rüben wie noch nie in das Werk. Mit 1,131 Millionen Tonnen wurde die Rekordmarke aus der Saison 2011 / 2012 geknackt.

Damals waren 1,129 Millionen Tonnen geliefert worden. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Steigerung noch deutlicher, da hatte das Ergebnis rund 900 000 Tonnen betragen. "Das Ergebnis freut uns natürlich", sagt der kaufmännische Leiter Jürgen Pintzke. Eine Pause wird nach dem Ende der Kampagne im Werk allerdings nicht eingelegt. Durch die große Zahl an Rüben war die Anlage auch besonders beansprucht. Sie muss jetzt kontrolliert und repariert werden, damit alles zum Start der nächsten Kampagne reibungslos funktioniert.

Zudem ist "nach der Kampagne" immer schon "vor der Kampagne" wie Pintzke es ausdrückt. Bei der Produktion wird nämlich immer ein Teil abgezweigt und als so genannter Dicksaft gespeichert. Ab April wird dieser Dicksaft dann ins Zuckerhaus geleitet und dann ebenfalls zu Zucker verarbeitet. Diese Dicksaft-Kampagne wird dann rund 80 Tage dauern.

Die eigentliche Rübenkampagne dauerte diesmal genau 126 Tage. Obwohl es ein Rekordergebnis gab, war es nur die zweitlängste Rübenaktion. In einem Jahr hatte sie sogar mal drei Tage länger gedauert.

Wegen der guten Ertragslage ist es für die Mitarbeiter schon seit vielen Jahren üblich, bis in den Januar durchzuarbeiten. Das bedeutet dann, dass auch Weihnachten und Neujahr rund um die Uhr gearbeitet werden muss. Pintzke freut nicht nur das gute Ergebnis: "Erfreulich ist auch, dass es keine Unfälle gab, die Kampagne ist störungsfrei verlaufen", berichtet er. Auch der Kreis Kleve ist darüber informiert, dass die Rübenzeit vorbei ist. Die Zuständigen werden daher in nächster Zeit auch die Hinweisschilder für den Rübenverkehr entfernen.

Wegen der Rekordernte waren auch besonders viele Fahrzeuge unterwegs. Die hatten teilweise eine weite Anreise. Die weiteste Fahrt hatten die Rüben hinter sich, die aus Drensteinfurt kamen: stolze 122 Kilometer.

(RP)