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Kreis Kleve: Roth freut sich über Beuys

Kreis Kleve : Roth freut sich über Beuys

Mit dem Beuys-Blatt "Wählt die Grünen" begrüßte Kleves Museum Grünen-Vorsitzende Claudia Roth. Die lobte beim Neujahrsempfang der Kreis-Grünen die Hochschule Rhein-Waal und riet, den ländlichen Reichtum zu nutzen.

Es war Farbe im Spiel beim Neujahrsempfang der Kreis-Grünen im Museum Kurhaus Kleve: Mit dem Griechen Jannis Kounellis zeigt das Museum einen Künstler, dessen Arbeiten überwiegend schwarz sind. Und doch steht das Haus auch für einen Künstler, der zu den Wegweisern der Grünen zählt: Joseph Beuys.

Eine Arbeit von Beuys setzte auf einer Staffelei das grüne Ausrufezeichen in die illustre Runde des Empfangs: "Wählt die Grünen", prangt grün ein Stempel auf grauem DDR-Packpapier, darunter signiert in den typisch weichen Buchstaben: Joseph Beuys.

Ein Werk, das der Freundeskreis des Klever Museums gerne ankaufen würde — und für das die Grünen doch gerne spenden sollten. Festrednerin Claudia Roth, Vorsitzende des Bundesgrünen, gab die Spendenempfehlung gerne weiter. Nach dem Empfang ließ sie sich durchs Kurhaus führen — das für sie zu den schönsten in der Republik zählt.

Roth nahm das vom kommissarischen Leiter des Museums Kurhaus Roland Mönig begonnene Farbenspiel gerne auf: Sie habe in Kleves Bürgermeister Theo Brauer einen CDU-Mann gefunden, der politisches Wohlbefinden ausstrahle. "Das kann nur am grünen Bündnispartner liegen!", rief sie dem Mann an der Spitze der schwarz-grünen Klever Ratsmehrheit zu. In Berlin kenne sie nur CDU-Politiker, die das Gegenteil ausstrahlen. "Auch das liegt am Bündnispartner", hieb sie auf einen der Lieblingsgegner der Grünen ein, die FDP. Und hatte die Lacher im Saal hinter sich.

Zum Neujahrsempfang der Grünen, der aus guter Tradition wieder im Museum Kurhaus Kleve organisiert wurde, mussten etliche Stuhlreihen hinzugestellt werden. Denn alle waren gekommen — von Landrat Wolfgangs Spreen und Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz bis zu den Bürgermeistern, Vertretern so gut wie aller Verbände im Kreis Kleve sowie Politiker aus den Kommunen des Kreises. Aus dem Landtag war Oliver Keymis (Grüne) gekommen. Nachdem Kreisgrünen-Sprecherin Birgitt Höhn alle begrüßt hatte, blickte Grünen-Chef Bruno Jöbkes auf das Jahr 2012.

Es gelte in Kleve, die wichtigsten Felder zu beackern: Landwirtschaft und Ernährung ebenso wie das Gesundheitswesen als größte Arbeitgeber. Man solle in diesen Feldern nicht größer, aber besser werden, sagte Jöbkes. Er betonte, dass angesichts knapper Kassen zukünftig interkommunale Zusammenarbeit groß geschrieben werden müsse. So wie beim Virtuellen Gewerbeflächenpool oder bei der neuen Schullandschaft geschehen. Er freue sich, dass auch die Hochschule Rhein-Waal interkommunal unterstützt werde und die beiden Bereiche Landwirtschaft und Gesundheit anbiete.

Roth lobte in ihrer langen Rede, die kein grünes Feld ausließ, ebenfalls die neue Hochschule Rhein-Waal. Sie riet, die Chancen und den Reichtum des ländlichen Raums zu nutzen.

(RP/jul)