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Niederrhein: Rotarier aus 75 Clubs beraten in Rees

Niederrhein : Rotarier aus 75 Clubs beraten in Rees

Alois Serwaty aus Emmerich wird neuer "District Governor" der Rotarier. Am Wochenende begrüßte er in Rees Angehörige von 75 Clubs aus der Region. Deren angehende Präsidenten sprachen über ihre Ziele und Schwerpunkte.

Alois Serwaty, Berufsoffizier bei der Bundeswehr, seit 2005 im Ruhestand, tritt ein neues Ehrenamt mit großer Reichweite an. Ab dem 1. Juli ist er für ein Jahr der Governor für die 75 Rotary-Clubs des Destrikts 1870, der weite Teile des Westens von NRW abdeckt. Die angehenden Präsidenten und Sekretäre dieser Clubs, die, so wie Serwaty, ebenfalls im Juli in ihre neuen Ämter starten, kamen am Samstag im Reeser Bürgerhaus zu einem Ausbildungs- und Informationsseminar zusammen.

Serwaty selbst ist Mitglied des Rotary-Clubs Emmerich-Rees. Präsident dort ist zurzeit der Emmericher Bürgermeister Johannes Diks. Dieser erinnerte an das Jahr 1995/96 — das rotarische Jahr beginnt stets am 1. Juli — in dem das Mitglied Eugen Schmülling bereits District-Governor war. Der Club Emmerich-Rees nehme die Herausforderung, nach 18 Jahren ein zweites Mal den Governor zu stellen, gerne an. "Wir werden Dich getreu dem Jahresmotto ,Gelebte Freundschaft' da unterstützen, wo du unsere Hilfe brauchst", versicherte er Alois Serwaty.

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Serwaty: Rotary Club muss auf Herausforderungen des 21. Jahrhunderts reagieren

Dieser sprach über Schwerpunkte und Ziele für seine neue Aufgabe. 1905 gegründet, sei der Rotary-Club (RC) "ein Kind des 20. Jahrhunderts". Jetzt, im 21. Jahrhundert, habe sich viel geändert: in der Gesellschaft, im Bereich Kommunikationstechnik, im Lebensstil. "Hierauf muss der RC reagieren. Er muss sich den Herausforderungen und Bedürfnissen des 21. Jahrhunderts stellen", forderte Serwaty. Dazu gehöre es, offen zu sein für die neuen Medien und in der Öffentlichkeit. "Tue Gutes und rede darüber, denn der RC ist kein Geheimclub."

An einem "Rotary-Tag" soll die Vielfalt der Organisation zum Ausdruck gebracht werden. Serwaty regte eine "Zukunftswerkstatt" an, in der Ideen gesammelt werden könnten. Charlotte Mori, Vorsitzende des Deutschen Governorrates, sagte in einem Vortrag unter dem Titel "Willkommen im Club": "Wir brauchen eine Willkommenskultur und ein lebendiges, der Zeit angepasstes Clubleben."

Der nächste Präsident in Emmerich-Rees wird Michael Kemkes. Er möchte neue lokale Projekte durchführen und Bewährtes wie das Schulprojekt "Lesen lernen - leben lernen" weiterführen. Vom Rotary-Club Kleve-Moyland war der Notar Dr. Ulrich Paus der Einladung gefolgt, vom Club in Kleve war Jean Marti vor Ort. "Da ich einen Maschinenbaubetrieb führe, werden meine Ziele als Präsident auch technisch orientiert sein", sagte er. Rainer Rabsahl von den Rotariern Wesel-Dinslaken ist Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Wesel. Er stellte in Aussicht: "Ich kann mir vorstellen, dass wir auch Themen aus dem Gesundheitswesen angehen."

(RP)