Kreis Kleve: Roland Katzy in Italien verunglückt

Kreis Kleve : Roland Katzy in Italien verunglückt

Der Vorsitzende der Kreis Klever SPD-Fraktion, Roland Katzy, ist in Italien verunglückt und wurde schwer verletzt. In der Nacht zu gestern wurde er mit dem ADAC-Krankenflieger über Rom und Düsseldorf nach Kleve verlegt.

Ein Jeep-Fahrer hatte den Fahrrad fahrenden SPD-Politiker auf einer der schmalen Straßen in der Toskana abgedrängt, weil er den Gegenverkehr falsch eingeschätzt hatte. "Ich habe nur überlebt, weil ich einen Helm getragen habe", fasste Katzy gestern die Aussagen der italienischen Ärzte und der Polizei zusammen. Wadenbeinbruch, eine ausgerenkte Schulter und diverse Prellungen am ganzen Körper fesseln ihn ans Krankenhausbett.

Jeep drängt ihn ab

Dabei sollte es ein Toskana-Urlaubstag wie jeder andere werden. Wie gewohnt fuhr der Pensionär im Unruhestand in der Früh mit dem Rad vom Campingplatz nach Wolsena zum Hafen runter. Er gönnte sich noch einen Cappuccino und die erste Zeitungs-Lektüre. Dann sollte es zurückgehen. Doch Katzy kam nicht mehr am Campingplatz an. Der Jeep drängte ihn ab, der Klever stürzte und wurde schwer verletzt, das Fahrrad ist total kaputt.

Die Ambulanz brachte ihn ins regionale Krankenhaus. "Was mich, der ich so hilflos neben der Straße lag, aufgebaut hat, war eine in Italien lebende deutsche Krankenschwester im Ambulanzwagen", erinnert er sich. Die Sprache war kein Problem mehr. Die Ärzte stellten fest, dass Katzy trotz der Verletzungen Glück hatte. Der Helm schützte den Kopf, die operierte Wirbelsäule war nicht beschädigt. Und: Er war transportfähig. "Hier hat mir der ADAC richtig geholfen", lobt er den deutschen Automobilclub.

Krankentransport

Ein Krankentransport brachte ihn mit einem Begleiter zum Flughafen in Rom, von dort ging's mit airberlin nach Düsseldorf, schließlich ins Klever Krankenhaus. "Der ADAC hat vorbildlich reagiert. Er wird auch unseren Wagen zurückbringen", sagt Katzy. Eigentlich wollte der Klever ins Emmericher Krankenhaus, weil er dort seine Rückenoperation hatte. Doch die lehnten ab: Die Keime aus dem italienischen Hospital würden eine zu große Gefahr darstellen. Das Klever St.-Antonius-Hospital im KKIKK hatte da keine Probleme. "Ich liege zurzeit auf der Isolierstation", sagte er. Aber er ist zu Hause . . .

(RP/jul)
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