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Robin Gosens besucht Kinder im Klever Krankenhaus

Kickern gegen einen Fußballstar : Robin Gosens besucht Kinder im Klever Krankenhaus

Nationalspieler Robin Gosens hat die Kinderstadtion des Klever Krankenhauses besucht. Seine Stiftung hat den kleinen Patienten den ganzen Dezember über bereits eine Freude bereitet. Zum Dank gab es unter anderem ein Kicker-Duell.

„Dürfen wir reinkommen?“, fragt Robin Gosens die Kinder, die mit großen Augen vor der Glastür der Kinderstation stehen. So ein bisschen hat das was vom Besuch des Weihnachtsmanns. Nur trägt dieser hier keinen roten Mantel oder eine Mütze mit weißem Bart, sondern eine schwarze Jacke und bunte Sneaker. Der Fußball-Profi aus Emmerich, der zuletzt bei der Europameisterschaft in diesem Jahr im Nationaltrikot auf dem Platz stand, hat diesen Kindern, die die Weihnachtszeit im Krankenhaus verbringen müssen, eine Freude bereitet.

Die Adventskalender-Aktion ist ein Projekt seiner „Träumen lohnt sich“-Stiftung. „Die Aktion haben wir schon in Italien geplant. Jetzt hatten wir die Gelegenheit, die Kids noch einmal zu sehen“, sagt Gosens, der aktuell beim italienischen Erstligisten Atalanta Bergamo unter Vertrag steht. Die Stiftung hat er gemeinsam mit seiner Freundin Rabea im Juni ins Leben gerufen. „Es ist ein herrliches Gefühl, etwas Gutes tun zu können. Deshalb liegt uns dieses Projekt und diese Stiftung auch so am Herzen. Der Plan war, den Kindern so die Adventszeit zu versüßen.“

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Im Spielzimmer der Kinderstation tummeln sich die Kinder um den Fußballer. Hier bekommt er auch ein großes Poster mit der Aufschrift „Danke Robin“ von den Kindern überreicht. Die ersten wollen ein Foto mit ihrem Idol machen, ein anderer behauptet: „Mein Bruder kann viel besser Fußballspielen als du.“

Über den gesamten Dezember verteilt gab es für die Kinder auf der Station kleine Geschenke, die jeden Morgen von den Mitarbeitern verteilt wurden. Von Kappen und Minibällen über Süßigkeiten bis hin zu Handtüchern und Müslis. „Wir haben uns Mühe gegeben, für die verschiedenen Altersgruppen immer etwas Ansprechendes dabei zu haben“, sagt Vanessa Sangs von der Stiftung. Am Heiligen Abend gibt es für die Kinder das Buch, das Gosens vor kurzem geschrieben hat: „Träumen lohnt sich“. Das nächste Projekt hat der gebürtige Emmericher gemeinsam mit seiner Stiftung auch schon geplant: „Wir möchten mit Kindern Ideen sammeln, was in Emmerich verbessert werden kann.“

Nicht nur die Kinder haben sich über die Geschenke des Fußballers gefreut. „Besonders schön war das Leuchten in den Augen der Eltern, die ihre Kinder über die Weihnachtstage hier haben“, sagt Beate Hansen, Betreuerin im Spielzimmer der Kinderklinik. Momentan liegen knapp 15 Kinder auf der Station, so Hansen, darunter seien Kinder mit Atemwegsinfekten, entzündeten Blinddärmen oder gebrochenen Beinen. „Die Kinder konnten in den vergangenen Wochen nicht viel machen. Dann ist es natürlich umso großartiger, wenn der Robin Gosens einmal vorbei kommt und mit den Kindern spielt“, sagt die Betreuerin.

Zunächst muss der Emmericher aber Autogramme schreiben. Auch die Mitarbeiterinnen der Station stellen sich an und fragen nach Autogrammen für ihre Kinder, ihre Väter und auch für sich selbst. Wenn er schon mal da ist...

Ein kleiner Patient namens Thore bekommt ein Autogramm mitten auf sein blaues Trikot. Anschließend spielt Gosens noch eine Partie Kicker gegen ihn und einen weiteren Jungen. Ganz knapp muss sich der Fußball-Profi geschlagen geben. Natürlich. Das sei aber nicht schlimm, verlieren gehöre eben auch dazu, versichert er augenzwinkernd.