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Rindern: 50 Jahre Geschichte - Arenacum feiert Geburtstag

Rindern : Die Identität von Rindern bewahren

Ein Blick auf 50 Jahre Arenacum: Mit einem Festakt wird am Sonntag der Geburtstag in Rindern gefeiert.

Als der Klever Rat vor mehr als 30 Jahren die Rinderner gegen sich aufbrachte, stand der Heimatverein Arenacum an vorderster Front: Man fühlte sich abgeschnitten in der Düffel, als der Rat beschloss, die Straße sperren zu wollen, um die Bäume zu schützen. Später sollten dort „Drempel“ eingebaut werden, um den Verkehr zu beruhigen. Was blieb, ist Tempo 30 für die Straße unter den wuchtigen und so beeindruckenden Platanen, die zur Wasserburg führen und dem Weg von Kleve nach Rindern zu etwas Besonderem machen.

Der Streit um die Wasserburgallee ist längst Geschichte. Eine Geschichte, auf die der Heimatverein jetzt nicht ohne Stolz zurückblicken kann. Als Verein, der auch streitbar ist, als Verein aber vor allem, der sich um das kümmert, was heute wieder diskutiert wird: Die Heimat. Und der Beachtliches geleistet hat – bis hin zum Museum Arenacum, das seit vielen Jahren mit respektabler Kunst in seine Räume lockt und so von der Geschichte der Römer mit dem Mars Camulus in seiner Mitte erzählt, dass es dort inzwischen kostbare Stücke aus Antikensammlungen zu sehen gibt. Jetzt schaut Arenacum als „Verein für Kultur und Geschichte in Rindern“ am 2. Juni auf 50 Jahre Vereinsgeschichte zurück.

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Gegründet wurde der Verein 1969 von dem damaligen Ortsbürgermeister Theodor Wels – als Trotzreaktion gegen die Eingemeindung nach Kleve, wie es in der Presseerklärung des Vereins zum Jubiläum heißt. Eine gewisse Eigenständigkeit und vor allem die dörfliche Identität des Ortes Rindern sollten bewahrt und lieb gewonnene Traditionen gepflegt werden. 1976 gab Theodor Wels die Führung des Vereins an Roland Verheyen ab. Unter seiner Führung wurde das Tätigkeitsfeld des Heimatvereins Rindern erweitert und der Verein erhielt den Zusatz Arenacum. Damit sollte auf die lange Geschichte des Ortes bis in die Römerzeit hingewiesen werden. 2002 wurde das Museum neben der Schule eröffnet. Die Beteiligung in der Ortsplanung und im Naturschutz wurden intensiviert. 2003 übernahm Josef Gietemann von Roland Verheyen den Vorsitz. Verheyen hatte nicht mehr kandidiert. Nachdem er bereits 2001 Ehrenmitglied geworden war, ernannten ihn die Mitglieder 2009 zum Ehrenvorsitzenden. Gietemann intensivierte die Förderung des kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenlebens in der Niederung, blickt der Verein zurück. Wichtig waren dem Rinderner auch die Konkate über die Grenze. Er initiierte den Kontakt mit dem Geschichtsverein „Historische Kring Huessen“ oder dem Heimatverein „de Duffelt“ und Institutionen wie dem „Bevrijdingsmuseum“ in Groesbeek (ohne die Feuerwehr zu vergessen, die eine Partnerschaft mit Millingen einging). 2011 übernahm Arenacum die Pflegepatenschaft für den Butterberg im Tiergartenwald. Wie zuvor der Klever Heimatverein änderten dann 2012 auch die Rinderner ihren Namen in „Arenacum – Verein für Kultur und Geschichte in Rindern“. Als besonderer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte sieht der Vorstand die Durchführung einer Dorfanalyse von Studenten der Akademie der Katholischen Landjugend aus Bad Honnef und der Fachhochschule Düsseldorf.