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Kleve: Richtfest bei St. Monika

Kleve : Richtfest bei St. Monika

Die Fertigstellung des Rohbaus am Seniorenhaus Burg Ranzow in Materborn wurde gefeiert. Anfang des kommenden Jahres sollen dort vier Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz eröffnet werden.

kleve-materborn Richtgeld ist für Handwerker bestimmt. Das sei unbedingt betont. Auch wenn beim Richtfest des Hauses St. Monika in Materborn einige Bewohnerinnen und Bewohner der Burg Ranzow große Augen machten, als das Stichwort "Richtgeld" fiel – sie müssen auf ihr Geschenk noch ein bisschen warten: Anfang 2013 werden vier Wohngemeinschaften mit jeweils zehn Einzelzimmern in dem benachbarten Neubau St. Monika eröffnet. Dann ist ihr großer Moment gekommen. Jetzt war es der der fleißigen Handwerker, Architekten und Co., die im Fokus von Lob und Dank zur Fertigstellung des Rohbaus von St. Monika standen. "Deshalb ist das Richtgeld auch für die Handwerker bestimmt", betonte Dieter Bergmann, Seniorenhausleiter bei Burg Ranzow, lächelnd. Voll- und Kurzzeitpflege sowie 25 seniorengerechte Wohnungen sollen ab dem kommenden Jahr das Angebot von Haus Ranzow erweitern. Mehr als 2000 Quadratmeter Wohlfühl-Zuhause sollen dann in der Einrichtung der Stiftung der Cellitinnen zur Heiligen Maria zur Verfügung stehen. Neben 40 Einzelzimmern als Rückzugsorte in den Wohngemeinschaften sind auch Gemeinschaftsräume Teil des Konzeptes, mit dem die Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur Heiligen Maria, mit Sitz in Köln, gute Erfahrungen gemacht hat. Acht Kurzzeitpflege-Plätze, als "Urlaub vom Alltag" für Pflegende, wie Bergmann vorstellte, gehören ebenso zu St. Monika wie ein selbst zu gestaltender Garten.

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Pflege und Hilfe seien stets gewährleistet, dennoch sollte die Selbstbestimmung der älteren Menschen ein wichtiger Aspekt sein. Rund 40 neue Arbeitsplätze entstehen mit dem Erweiterungsbau von Burg Ranzow. Die Investitionskosten liegen bei 4,4 Millionen Euro. "Der Alltag der Seniorinnen und Senioren soll interaktiv gestaltet werden, bewusst und sinnvoll erlebbar sein", so Bergmann. Das moderne Konzept der Hausgemeinschaften beruht auf Empathie und persönlicher Interaktion.

"Um mit den Verhaltensmustern, die mit dem Krankheitsbild verbunden sind, angemessen umgehen zu können, ist ein 'Hineindenken' in die betroffenen Menschen wichtig", erläuterte Bergmann. Die erlebnisorientierte Pflege biete dafür die richtige Basis. Begeistert zeigte sich auch Kleves Bürgermeister Theo Brauer – vom Baufortschritt bis hin zum neuen Konzept.

(RP)