Rekordbesuch im neuen Klever Sternbuschbad: 5000 Gäste am Donnerstag

Kleve : Die Klever gehen baden

Das neue Sternbusch-Freibad erfreut sich großen Besucherandrangs. Erwartet werden täglich bis zu 5000 Gäste, mehrheitlich aus den Niederlanden. Unser Autor war vor Ort.

39,3 Grad zeigt das Außenthermometer am späten Nachmittag in Kleve. Kein Wunder also, dass viele eine nasse Abkühlung im Sternbuschbad suchten. „Wir drehen aktuell ziemlich am Rad. Abends fällt man völlig entkräftet ins Bett“, sagt Manfred Pitz, leitender Schwimmmeister im erst jüngst eröffneten Kombibad. Am Mittwoch hätten ihm zu Folge etwa 4200 Gäste das Bad besucht, am Donnerstag dürften es knapp 5000 gewesen sein. „Wir gehen davon aus, dass knapp 80 Prozent der Besucher aus den Niederlanden kommen“, sagt Pitz weiter. Das hat Konsequenzen: Die Schlange vor dem Eingang war mitunter 30 Meter lang, das Warten auf die Pommes dauerte bis zu 25 Minuten,  hundert vorrangig junge Menschen standen vor den Springtürmen und der Rutsche. Pitz und seine Rettungsschwimmer halten in markant grünen T-Shirts im Schichtdienst ein Auge auf das Treiben in den Becken. „Toi, toi, toi: Bisher ist alles gut gegangen, wir mussten noch niemanden retten“, sagt Pitz.

Am Kioskstand von Bettina Berzen stehen die Gäste Schlange. Die Nachfrage nach Eis und Pommes ist bei der Sommerhitze riesig. Foto: Markus van Offern (mvo)

Auch Bettina Berzen, die die Badegäste mit Eis, Kaltgetränken und holländischen Spezialitäten á la Frikandel, Krokette und „Patat speciaal“ versorgt, kommt aktuell mächtig ins Schwitzen: „Wir haben Hochkonjunktur und rackern uns richtig ab. Schließlich wollen wir auch noch richtig gute Qualität anbieten“, sagt Berzen. Dafür greift sie auf ein Team von sechs Mitarbeitern zurück. „Dennoch gilt für uns natürlich: Wir wollen gerne viel zu tun haben“, sagt Berzen. Trotz des Besucherandrangs gab es auf den Rasenflächen im Sternbusch noch genügend frei Plätze. Die besten aber sind schnell belegt. „Wenn man unter den großen Bäumen liegen will, sollte man früh kommen“, sagt Martijn Laurenzen aus dem niederländischen Berg en Dal. Er könne sich noch gut an das alte Freibad erinnern und sagt: „Das jetzige „Sternbusch“ ist natürlich viel besser, viel moderner. Auch so Möglichkeiten wie das Strudel-Becken gab es damals nicht.“ Und dennoch: An der ein oder anderen Stelle gibt es noch Verbesserungspotential. So berichteten RP-Leser, dass auf den Toiletten Klopapier fehle, man im kühlen Nass kaum Bewegungsfreiheit habe und die Kassenabfertigung nicht reibungslos funktioniere. „Tatsächlich musste bei der Kasse am Mittwoch noch etwas angepasst werden, nun klappt es besser“, sagt Pitz. Zudem habe es zuletzt ein Parkchaos gegeben, sodass die Besucher des Haus Freudenberg mitunter nicht mehr davonfahren konnten. „Da haben wir mit dem Ordnungsamt gesprochen und Lösungen gefunden“, sagt Pitz. Nun wachen zahlreiche Parkwächter darüber, dass jeder sein Auto in den als Parkplätze gekennzeichneten Bereichen abstellt. Beliebt sind auch die Fahrradständer. Die Vorteile: Mit den Zweirädern kann man bis direkt vor den Eingang fahren, zudem befinden sich die Ständer im Schatten. Neben dem Wasser ist das ohnehin der beliebteste Ort an Tagen der Tropenhitze.

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