Prozess: Mann aus Kleve bedroht Monteur mit Flex

Prozess vor dem Landgericht : Prozess gegen Randalierer: „In Kleve bekommst du alle Drogen“

Fortsetzung in der Verhandlung gegen einen 29-jährigen Klever, der einen Monteur mit einer Flex bedroht und leicht verletzt haben soll.

Der Prozess gegen einen 29-jährigen Klever, der im März vergangenen Jahres unter Drogeneinfluss in Rindern mit einer Flex auf einen ihm unbekannten Fenstermonteur losgegangen ist und ihn dabei leicht verletzte, wurde am Donnerstagvormittag fortgesetzt. Augenzeugen und gesetzliche Betreuer sagten gegen den Tatverdächtigen aus. „Er hat immer wieder alles dafür getan, dass es in seinem Leben schief läuft“, erklärte sein Berufsbetreuer. Nachdem der Beschuldigte den Fenstermonteur niedergeschlagen habe, soll er bei seiner Flucht mehrere Fahrzeuge beschädigt haben – so die Staatsanwaltschaft. Der gesetzliche Betreuer des 29-Jährigen erklärte, dass er im März vergangenen Jahres vom Beschuldigten angesprochen worden sei, ob er die Berufsbegleitung übernehmen wolle. „Damals hat das betreute Wohnen Druck auf ihn ausgeübt, sich einen Betreuer zu suchen“, sagte der 52-Jährige aus Bedburg-Hau. Doch der Patient sei „nicht zugänglich“ gewesen, es sei gar die „anstrengendste Betreuung“, die er je erlebt habe. Der Angeklagte habe nicht mit Geld umgehen können, immer wieder Hilfe ausgeschlagen und Drogen konsumiert. „Wenn er einmal Geld hatte, fuhr er nach Nimwegen, oder einfach zum Bahnhof, um Drogen zu kaufen. Vielleicht bin ich da ein wenig unbedarft, aber es erstaunt mich, was man in Kleve alles kaufen kann. In Kleve bekommst du alle Drogen“, sagte der Zeuge.

Vor der Tat habe er sich regelmäßig auffällig verhalten. So soll er in der Garage oder im Garten seines Mietshauses übernachtet haben, Restaurants ohne Bekleidung betreten und in der Nachbarschaft für Angst gesorgt haben. Konsumiert habe er zuvorderst Cannabis, am Tattag stellten die Polizisten bei der Festnahme Amphetamine in seinem Blut fest. Die Verhandlung wird am 27. Februar fortgesetzt. Dem Klever droht die unbefristete, geschlossene Unterbringung in einer Psychiatrie. Über seine Taten sprechen wolle er nicht, ein Geständnis legte er bereits beim Prozessauftakt ab.