1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Project: Spezialist für Verpackung aus Kranenburg

Verpackungsspezialist aus Kranenburg : Maschinenbauer expandiert weiter

Der Verpackungstechnik-Spezialist Project aus Kranenburg wächst räumlich und strategisch. Die weltweit agierende Firmengruppe zeigt an einem Tag der Offenen Tür das innovative Umfeld.

Die Erfolgsgeschichte der Project-Unternehmensgruppe zeigt sich im dreißigsten Jahr des Bestehens in einem weiteren Neubau und einer zukunftsweisenden Kooperation. Die Firmen Project Automation & Engineering und Project Service & Produktion haben inzwischen 85 Mitarbeiter und erweitern zum vierten Mal den Gebäudestandort in Kranenburg.

Den Erfolg erklärt sich Unternehmensgründer Stefan Opgenorth vor allem mit den Vorteilen, für die der Firmenname Project steht: „Automatisierung und Steuerung zu 100 Prozent auf die Bedürfnisse unserer Kunden abzustimmen, ist schließlich eine unserer Stärken. Damit ist das Unternehmen groß geworden.“ Der Spezialist für Verpackungstechnik optimiert Produktionsabläufe im kompletten Bereich der Endverpackung durch verschiedene Maschinenmodule und bietet die passenden Services an. Damit entwickeln die Kranenburger konkrete Lösungen für individuelle Herausforderungen bei den Unternehmenskunden.

Davon profitieren letztendlich die Endverbraucher. Viele Tragegriffe an Getränke-Gebinden in Deutschland und Europa werden von Project-Maschinen angebracht. Ohne Tragegriff wären die schweren Sechserträger wohl kaum zu händeln. Die transparente Folie könnte das Gewicht der Flaschen gar nicht alleine tragen oder die Nutzer benötigen beide Hände, um die sechs Flaschen zu tragen. Mit dem Tragegriff ist immer eine Hand frei. Die Deluxe-Version mit einem Einleger aus Schaum statt Papier sorgt zudem für noch mehr Tragekomfort. Das ist wohl das bekannteste und täglich genutzte Produkt für Branchenlaien.

Nun können die Kranenburger bei ihren innovativen Lösungen noch einen drauflegen. Seit kurzem besteht eine Kooperation von Project mit dem dänischen Start-up Kassow Robot, das kollaborative Industrieroboter herstellt, die mit Menschen interagieren können. Das heißt: Die Kraftpakete spulen keine starren Programmabläufe an einer Stelle ab, sondern assistieren als lernfähige und flexibel einsetzbare „Cobots“ bei Aufgaben, die sich nicht restlos automatisieren lassen. Damit entlasten sie die menschlichen Kollegen bei riskanten Arbeiten oder Tätigkeiten und müssen auch nicht wie üblich in eigenen Schutzbereichen abgeschirmt werden, um die Mitarbeiter vor Verletzungen oder Unfällen zu schützen.

„Die sieben Achsen der Kassow Robots haben Gelenkgeschwindigkeiten von jeweils bis zu 225 Grad pro Sekunde. In Kombination mit der hohen Traglast bis zu zehn Kilogramm und der großen Reichweite bieten sie ein spannendes technisches Gesamtpaket“, erläutert Project-Mitgeschäftsführer Johannes Jansen. „Die Partnerschaft ist strategisch für uns, denn wir als Systemintegrator können damit unser Kundenportfolio erweitern.“ Die „Cobots“ eignen sich somit für vielfältige Einsätze im Verpackungslogistik- und Co-Packing-Bereich. Mit dem erweiterten Angebot und Gebäude geht ein eigenes Schulungszentrum einher.

Darüber hinaus lädt die Project-Unternehmensgruppe am Samstag, 6. Oktober, von 10 bis 16 Uhr interessierte Bürger und Jobaspiranten, Kunden und Lieferanten zu einem Tag der Offenen Tür ein. Die beiden Firmen sitzen im Gewerbegebiet Im Hammereisen 42 in Kranenburg. Alle weiteren Informationen zu der Veranstaltung gibt es im Internet unter www.project-ae.com/de.