Probleme mit Osterfeuer in Bedburg-Hau

Rat muss entscheiden : Bis 2020 neue Regelung für Osterfeuer in Bedburg-Hau

Nach den zahlreichen Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr will die Gemeinde Bedburg-Hau in Sachen Osterfeuer nacharbeiten. Letztendlich entscheiden darüber wird der Rat.

So geht es nicht weiter. Das ist die Quintessenz nach den vielen Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau wegen überbordendeder Osterfeuer in der Gemeinde (wir berichteten). „Die Osterfeuer werden so, wie sie sich bis jetzt entwickelt haben, zu einem Problem. Wir werden für 2020 eine vernünftige Lösung finden müssen, wie wir damit künftig umgehen“, sagt Bedburg-Haus Bürgermeister Peter Driessen auf Anfrage unserer Redaktion. Die Verwaltung werde eine Vorlage für eine der kommenden Sitzungen des Rates vorbereiten.

Hintergrund: Nachdem die Feuerwehr in der Osternacht quasi im Dauereinsatz war, schlug Feuerwehrsprecher Michael Hendricks Alarm. „Wir wollen den Bedburg-Hauern das Osterfeuer nicht vermiesen“, sagt er. Aber im Vergleich zu den Städten in der Umgebung müsse das Ganze in ein vernünftiges Maß gebracht werden. Die Zahlen geben dem Feuerwehrmann recht: Die 13.000 Einwohner-Gemeinde hatte mehr Osterfeuer als die deutlich größere Stadt Goch und fast doppelt so viele wie die 50.000-Einwohner Kreisstadt Kleve. Ändere sich nichts, müsse man sogar mit einer Katastrophe rechnen: „Im Zuge des Klimawandels wird alles trockener. Die Feuer werden immer größer und irgendwann haben wir einen Großbrand“, sagt er.

Vielleicht sollte man sich wieder auf die Gemeinsamkeit besinnen und Feuer veranstalten, bei denen sich alle in den Ortschaften treffen. Osterfeuer von Vereinen oder Verbänden. Auch mahnt der Feuewehrsprecher, dass die gute Tradition des Osterfeuers nicht dazu missbraucht werden dürfe, Unrat zu entsorgen und Sachen zu verbrennen, die nicht in ein solches Feuer gehören. Ordnungsamtsleiter Georg Seves erklärt, dass die Osterfeuer in Bedburg-Hau bis jetzt lediglich angezeigt werden müssen. Darüber sei bereits vor geraumer Zeit im Rat diskutiert worden. Doch dass die Feuer in ihrer Größe so ausufern, könne nicht beabsichtigt sein. „Bis jetzt ist es eben so, dass derjenige, der ein Osterfeuer abbrennen möchte, dies bei uns anmeldet“, sagt Seves. Jeder, der ein Osterfeuer angemeldet hat, bekommt dann von der Stadt eine Liste, woran er sich halten müsste.

Doch da liegt das Problem: Würden sich alle an die Vorschriften zum Osterfeuer halten, gäbe es weniger Probleme, sagen sowohl Hendricks als auch Seves. So habe man festgestellt, dass oft nicht einmal die Sicherheitsabstände zur Bebauung und zu brennbaren Flächen eingehalten wurden. Seves jedenfalls pflichtet dem Bürgermeister bei: „Das müssen wir nacharbeiten, damit wir bis 2020 eine bessere Lösung haben“. Aber entscheiden muss letztlich der Rat, so Peter Driessen.

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