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Kreis Kleve: Pinkwart besuchte "seine" Hochschule

Kreis Kleve : Pinkwart besuchte "seine" Hochschule

Als er das erste Mal auf der Baustelle der Hochschule Rhein-Waal (HRW) war, war er noch Minister. Da legte Prof. Andreas Pinkwart als FDP-Innovationsminister den Grundstein für die neue Hochschule Rhein-Waal (HRW) im Hafen der Stadt Kleve. Gestern stand er zusammen mit dem Kreis Klever FDP-Politiker Ralf Klapdor und dem Landtagskandidaten der Freidemokraten für den nördlichen Wahlkreis II, Heinrich Krebber, in einer fast fertigen Hochschule, die der Kreis Kleve dort im Hafen in Rekordzeit aus dem Boden gestampft hat. Für ihn, der den Zuschlag für den Bewerber Kreis Kleve gegeben hatte, ein "tolles Erlebnis", wie Pinkwart gestern sagte. "Diese Hochschule tut Kleve gut", konstatierte Pinkwart und freute sich über die guten Studiengänge und die hochwertig und modern ausgestatteten Gebäude.

Der Ex-Minister lobte Landrat Wolfgang Spreen und das Bauteam der Kreis Klever Bauverwaltungsgesellschaft für die zügige Arbeit ebenso wie Hochschulpräsidentin Prof. Marie-Louise Klotz, die mit der HRW regelrecht durchgestartet sei. Denn von den drei neuen Hochschulen, die der einstige Innovationsminister Andreas Pinkwart dem Land Nordrhein-Westfalen bescherte, ist die im Klever Hafen sowohl baulich als auch von den Studentenzahlen diejenige, die den größten Vorsprung hat. Spreen und Klotz hatten Pinkwart zuvor auf der Baustelle begrüßt. Alle drei zusammen "weihten" dann die Klappbrücke ein.

"Diese Hochschule überzeugt durch ihre Praxisnähe und ihre Internationalität", sagte Pinkwart später im Gespräch. Das mache das Studium hier im Herzen Europas attraktiv. Er hofft, dass die HRW künftig eine wirtschaftliche Magnetwirkung für die Stadt entwickele. Die Gründung der Hochschulen durch das damals FDP-geführte Ministerium sei ein wichtiger Schritt zur Wissensgesellschaft gewesen. Eine Wissensgesellschaft, an der aus Sicht der Freidemokraten auch Handwerk und Mittelstand großen Anteil haben. "Deshalb halte ich es für enorm wichtig, dass wir damals auch den Handwerksmeister als Zulassung für die Hochschulen berechtigt haben", sagt Pinkwart. Man brauche beide Zugänge, so wie an der HRW im Kreis Kleve: den beruflichen wie den akademischen. "Es darf hier keine Sackgassen geben, deshalb brauchen wir eine vielfältige Schullandschaft", sagt er.

Pinkwart, Klapdor und Krebber hoffen auf eine erstarkte FDP, die mit Lindner als Spitzenkandidaten mehr als fünf Prozent hole. "Der Wählermarkt ist in Bewegung — das sollten wir als Chance sehen", sagen die drei.

(RP)