Pilgerweg auf den Spuren des Heiligen Karl Leisner

Kleve : Auf den Spuren von Karl Leisner

Zwölf Teilnehmer aus acht deutschen Bistümern nahmen am 20. Pilgermarsch teil. Stationen waren an den fünf Tagen unter anderem Kevelaer, das Elternhaus an der Flandrischen Straße 11 in Kleve und Xanten.

„Gerade jetzt im Rosenkranzmonat sind wir ja so oft miteinander verbunden und bei unserer Himmelsmutter vereint… Und unsere schöne, heimelige, warme Küche mit dem feinen Herrgottswinkel, dann bin ich daheim“, schreibt Karl Leisner am 16. Oktober 1943 aus dem KZ Dachau an seine Familie in Kleve. So gehört zum Pilgermarsch der schönstättischen Priestergemeinschaften das Rosenkranzgebet im Elternhaus in Kleve, das Familie Leisner 1929, also vor 90 Jahren bezogen hat, zum festen Programmpunkt. Ein Besuch der Karl-Leisner-Begegnungsstätte in der Flandrischen Straße 11 war für die Priester, Priesteramtskandidaten und Diakone beim 20. Pilgermarsch auf den Spuren des Seligen Karl Leisner am Niederrhein eine wichtige Station.

Im Jubiläumsjahr „100 Jahre Apostolischer Bund von Schönstatt“ und „75 Jahre Priesterweihe von Karl Leisner“ standen die Tage unter dem aktuellen Leitwort der Internationalen Schönstattfamilie „Apostelzeit – Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen.“ (Apg.1,8). „Auf den ersten Blick mag es ein Missverständnis sein, dass der erste Karl-Leisner-Pilgermarsch im Jahre 1999 durchgeführt wurde, wir aber in diesem Jahr „erst“ den 20. Pilgermarsch durchführen. Dass es nicht schon der 21. Pilgermarsch ist, liegt daran, dass der Pilgermarsch im August 2005 wegen des Weltjugendtages in Köln selbstverständlich nicht stattgefunden hat, um ganz im Sinne von Karl Leisner den jüngeren Mitbrüdern die Teilnahme am Weltjugendtag und den Tagen der Begegnung in den Diözesen zu ermöglichen“, sagte Pfarrer Christoph Scholten, der dem Schönstatt-Priesterbund angehört und zu den Organisatoren zählt.

Mit ihm nahmen weitere 11 Mitbrüder im Alter von 48 bis 93 Jahren im aktiven Dienst oder im Ruhestand aus acht deutschen Bistümern, nämlich Aachen, Augsburg, Münster, Osnabrück, Rottenburg-Stuttgart, `s-Hertogenbosch, Trier und Würzburg teil. Von den 12 Teilnehmern gehörten acht Mitbrüder einer Schönstatt-Gliederung an. Der älteste und zugleich dienstälteste Teilnehmer war Pfarrer Theo Hoffacker aus Xanten-Marienbaum. Der jüngste Teilnehmer, Pfarrer Andreas Hagemann aus Bocholt, konnte aus dienstlichen Gründen beim Treffen im Karl-Leisner-Elternhaus nicht dabei sein. Beim Pilgermarsch gab es täglich geistliche Impulse, Austausch, Stundengebet, Rosenkranz und heilige Messe, dazu das Gebet um Priesterberufungen und Fußwege zwischen 10 und 15 Kilometern. Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurz. So erfreute eine Fahrt mit dem Schlauchboot auf der Niers die Seelsorger. Alle Übernachtungen waren im Priesterhaus Kevelaer. Am Oermter Marienberg wurde das neue Schönstattzentrum besucht. Impulse gab es an der Gnadenkapelle in Kevelaer und am Portal der Versöhnung. Nach einer Wanderung durch den Reichswald beteten die Teilnehmer auf dem Klever Friedhof am ehemaligen Grab von Karl Leisner und hatten am Abend eine Messe in der Klever Stiftskirche.

Auch die Wallfahrtskirche Marienbaum und die Klosterkirche Mörmter wurden besucht. Den Abschluss bildete eine Messe in der Märtyrerkrypta des St.-Viktor-Domes in Xanten, wo sich das Grab des Seligen Karl Leisner befindet.

Mehr von RP ONLINE