Kreis Kleve: PID: Hendricks "Ja" - Pofalla "Nein"

Kreis Kleve: PID: Hendricks "Ja" - Pofalla "Nein"

Namentlich stimmten gestern die Bundestagsabgeordneten über die umstrittene Präimplantationsdiagnostik (PID) ab, die jetzt in Deutschland per Gesetz in engen Grenzen zugelassen ist.

326 Abgeordnete waren über alle Parteigrenzen dafür, Paaren mit einem Risiko erblicher Krankheiten oder Behinderungen solche Gentests bei künstlicher Befruchtung zu ermöglichen. Dr. Barbara Hendricks (SPD) hatte von Beginn an den nun angenommenen Antrag unterstützt und auch so abgestimmt, hieß es gestern aus dem Abgeordneten-Büro der Kreis Klever Bundestagsabgeordneten. Auch der Kreis Klever Freidemokrat Paul K. Friedhoff hat für den Antrag gestimmt.

Ronald Pofalla (CDU) hat für ein Verbot der Methode gestimmt. Foto: Stade

Der Kreis Klever CDU-Abgeordnete und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla stand und steht der Präimplantationsdiagnostik dagegen skeptisch gegenüber, wie im Übrigen auch die Kanzlerin.

  • Gentests an Embryonen : Ärztetag für begrenzte Zulassung der PID

"Den Wunsch nach gesunden Kindern tragen alle werdenden Eltern in sich. Doch aus dem Wunsch darf kein Anspruch abgeleitet werden. Selbst eine begrenzte Zulassung der PID birgt die Gefahr eines Dammbruchs, der zur Selektion ungeborener Kinder führen kann. Deshalb habe ich in der Abstimmung zur Präimplantationsdiagnostik für ein Verbot gestimmt. Die Würde des Menschen ist in allen Phasen seines Lebens zu achten und zu schützen", erklärte Ronald Pofalla gestern nach der Abstimmung.

(RP/jul)