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Total Lokal: Philosophie der Kekse

Total Lokal : Philosophie der Kekse

Neulich in einem Klever Supermarkt. Ich verweilte lange vor dem Plätzchen-Regal. Zu viel Auswahl. Und dann: Kurze Nacht, jede Menge Kaffee. In meinem Kopf trumpften die schrägsten Gedanken auf.

Prinzenrolle: Die Packung ist eine Rolle, der einzelne Keks ein Sandwich. Logisch, gleich alle Kekse zu essen. Manche brechen die obere Hälfte ab. Ist das ethisch korrekt?

Oreos: Muss man die Kekse in Milch tunken? Oder will's die Werbung? Sind wir nur noch die Handlager von Kühen?

Butterkekse: Im Mund ein bisschen wie flüssiger Lehm, nur lecker. Für was und wen sind Butterkekse bestimmt? Für plärrende Kinder? Um sie zu beruhigen, um sie voll zu krümeln. Wo ist die Ästhetik, wenn man sie braucht?

Russisch Brot: In der Tüte brüchige Buchstaben, das Alphabet lose. Auf dem Tisch ist das Ganze mehr als die Summe seiner Einzelteile. Spontane Wortbildung, der Duden wird aufgestockt. Macht das Sinn?

MABI

(RP)